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Diese Beamten jagen Schleuser auf der A17

Bad Gottleuba - MOPO24 geht mit der Bundespolizei auf Schleuserjagd auf der A17.
Vor allem Busse, Transporter und Autos mit verdunkelten Scheiben sind typisch für die Schleuser.
Vor allem Busse, Transporter und Autos mit verdunkelten Scheiben sind typisch für die Schleuser.

Von Andrzej Rydzik

Bad Gottleuba - Täglich schaffen es Schleuserbanden, Flüchtlinge aus aller Welt unter oftmals menschenunwürdigsten Bedingungen auf der A 17 nach Sachsen zu bringen. Über die Balkanroute ins gelobte Land. Die Polizeihauptmeister Patrick Thomas (40) und Torsten Bastian (43) vom Bundespolizeirevier Breitenau jagen diese skrupellosen Schleuser. MOPO24-Redakteur Andrzej Rydzik (30) war dabei.

Zeiten ändern sich. Bis 2004 haben Bastian und Thomas illegale Einwanderer an der „grünen Grenze“ mit Nachtsichtgeräten durch Wälder verfolgt. Jetzt liegen sie nachts im Streifenwagen an der A17 auf der Lauer. „Damals waren wir als Menschenjäger verschrieen. Aber seit dem EU-Beitritt Tschechiens kommen nur selten Flüchtlinge zu Fuß über die Grenze“, sagt der 40-Jährige.

Selbst das Leid von Kindern ist Schleusern egal: Syrische Familien an einer Tankstelle in Pirna - ausgesetzt und allein gelassen.
Selbst das Leid von Kindern ist Schleusern egal: Syrische Familien an einer Tankstelle in Pirna - ausgesetzt und allein gelassen.

Schon wenige hundert Meter hinter Grenze beobachten sie in einer Haltebucht den Verkehr auf der Autobahn.

Die Balkanroute, über die Flüchtlinge zu Tausenden nach Deutschland strömen, endet in Sachsen - auf der A 17. „Wir halten Ausschau nach den typischen Schleuser-Fahrzeugen. Transporter und Autos mit abgedunkelten Scheiben, mit tschechischen, polnischen, ungarischen, bulgarischen oder rumänischen Kennzeichen. Auch Reisebusse sind verdächtig. Das hat nichts mit Vorurteilen zu tun, sondern mit Erfahrung“, so Bastian.

Täglich rollen 17.000 Fahrzeuge über die A 17. Kontrollieren können die Polizeihauptmeister und ihre Kollegen nur ein Prozent.

Groß-Schleuser zu erwischen, die wie zuletzt 81 in einem Laster eingepferchte Flüchtlinge nach Sachsen bringen, gleicht einem Kampf gegen Windmühlen. Thomas: „Wenn wir uns darüber Gedanken machen würden, bräuchten wir nicht mehr rausfahren.“

Die Nacht war teilweise erfolgreich: Die transportierten Flüchtlinge wurden gefunden, der Schleuser konnte aber entkommen.
Die Nacht war teilweise erfolgreich: Die transportierten Flüchtlinge wurden gefunden, der Schleuser konnte aber entkommen.

Neun Kontrollen auf dem Parkplatz „Am Heidenholz“ verlaufen in dieser Nacht negativ, bis die Bundespolizisten 1.30 Uhr im Gewitterregen ein Funkspruch erreicht: An einer Tankstelle in Pirna seien aus dem Nichts Flüchtlinge aufgetaucht. Bastian und Thomas eilen nach Pirna.

Ihre Gelassenheit ist verflogen. „Die wurden ausgesetzt. Jetzt geht’s darum, den Schleuser zu erwischen ehe er wieder in Tschechien ist“, so Bastian. Mehrere Streifen fahren über verschiedene Wege zur Tankstelle. Andere überwachen die A 17 Richtung Prag.

An der Tankstelle angekommen, kauern und stehen sie dort. Acht Kinder und sieben Erwachsene - drei syrische Familien, die vor dem Krieg in Aleppo und Kobane geflohen sind.

Nachts liegen die Beamten im Streifenwagen an der A17 auf der Lauer und kontrollieren verdächtige Fahrzeuge.
Nachts liegen die Beamten im Streifenwagen an der A17 auf der Lauer und kontrollieren verdächtige Fahrzeuge.

„Man sieht ihnen an, dass sie wohl schon Monate auf der Flucht sind“, glaubt Thomas an der Kleidung und der Verfassung der Flüchtlinge zu erkennen.

Plötzliche Hektik. Ein verdächtiger Transporter rast an der Tankstelle vorbei.

Bastian und Thomas nehmen auf regennasser Straße die Verfolgung auf. Minuten später sind sie zurück. Der Transporter ist weg. Den gesuchten Schleuser haben auch ihre Kollegen nicht festgenommen. Während die 15 Syrer mit Transportern der Bundespolizei nach Berggießübel zum Inspektionssitz gebracht werden, kehrt die Streife zur A 17 zurück.

Wut und Frustration ist beiden anzusehen. „Die werfen die Leute einfach raus und überlassen sie ihrem Schicksal. Immer und immer wieder“, sagt Thomas. Er weiß von Menschen, die ihr letztes Geld für die Flucht hergaben, sich sogar verschuldeten.

„Klar, die Schleuser sind nur kleine Lichter. Wir brauchen aber ihre Aussagen, um an die Organisationen heranzukommen. Die verdienen mit dem Elend der Menschen das meiste Geld“, erklärt Bastian.

Der Rest der Nachtschicht bis 6 Uhr bleibt ruhig. Aber wie gehen beide mit dem Leid der Flüchtlinge um? Thomas: „Wenn man alles an sich heranlässt, mit nach Hause nimmt, geht man kaputt.“ Bastian ergänzt:

„Diese Großschleusungen lassen uns nicht kalt. Nach zwei, drei solcher Aufgriffe ist man auch psychisch fertig.“

Fotos: Andrzej Rydzik

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