"Bullenschweine": Jugendliche beleidigen Polizisten und fordern sie zum Boxen heraus

Der 18-Jährige schmiss seinen Rucksack beiseite und forderte die Polizisten zum Kampf heraus. (Symbolbild)
Der 18-Jährige schmiss seinen Rucksack beiseite und forderte die Polizisten zum Kampf heraus. (Symbolbild)  © 123RF

Dortmund/Borgholzhausen - Das hätten sich zwei Jugendliche wohl besser gespart, als sie am Mittwochabend im Fredenbaumpark in Dortmund unterwegs waren.

Als sie dort auf zwei Hundeführer der Bundespolizei mit ihren nicht angeleinten Tieren trafen, hatten sie nämlich nichts Besseres zu tun, als die Beamten zu provozieren.

Zuerst blieben die Beleidigungen des 16-Jährigen aus Borgholzhausen und des 18-jährigen Dortmunders noch "unterhalb der Schwelle zu einer Strafbaren Handlung", wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte.

Doch nur kurze Zeit später sollte sich das ändern! Gegen 22.30 Uhr trafen die Polizisten am Haupteingang des Dortmunder Hauptbahnhofs wieder auf die beiden Jugendlichen.

"Im Vorbeigehen äußerte das Duo gegenüber den Bundespolizisten: 'Bullenschweine, scheiß Bullen'", erklärt Pressesprecher Volker Stall.

Bei der anschließenden Kontrolle zeigten sich die 16- und 18-Jährigen weiter aggressiv. Der Ältere schmiss sogar seinen Rucksack beiseite, um die Polizisten zum Boxkampf herauszufordern.

Mit diesem Messer soll der 18-Jährige später herumgefuchtelt haben.
Mit diesem Messer soll der 18-Jährige später herumgefuchtelt haben.  © Bundespolizei NRW

Mit Überredungskunst konnte er von seinem dummen Vorhaben abgebracht werden. Beide Jugendlichen mussten danach mit auf die Wache.

Scheinbar geläutert entschuldigten sich die Täter später sogar bei den Beamten und erklärten, sie hätten in der Vergangenheit bereits schlechte Erfahrungen mit Polizisten gemacht. Trotz der späten Einsicht wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung gegen sie eingeleitet.

So ganz schien der 18-Jährige daraus aber dann doch nicht gelernt zu haben: Noch während er die Wache verließ, äußerte er sich erneut abfällig und beleidigend gegenüber den Beamten.

Dabei blieb es allerdings dieses Mal nicht: "Auf dem Bahnhofsvorplatz soll er dann aus seinem Rucksack ein Messer entnommen und dabei lautstark mitgeteilt haben, dass er erst Geschlechtsverkehr mit den Bundespolizisten vollziehen wolle um diese danach abzustechen."

Das soll er mit "Stechbewegungen" unterstrichen haben. Reisende beobachteten die Aktion des 18-Jährigen und informierten schließlich die Bundespolizei. Der Täter konnte überwältigt und wieder einmal zur Wache gebracht werden.

Dort stellte sich heraus, dass der junge Mann 1,1 Promille intus hatte. Auf den bereits wegen Gewaltdelikten polizeibekannten Dortmunder kommt jetzt ein weiters Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Bedrohung, Widerstands und Verstoßes gegen das Waffengesetz zu.

Titelfoto: 123RF


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