Groß-Razzia gegen Schleusernetzwerk

Schwerpunkt der am Mittwochmorgen gestarteten Durchsuchungen ist Nordrhein-Westfalen.
Schwerpunkt der am Mittwochmorgen gestarteten Durchsuchungen ist Nordrhein-Westfalen.

Die Bundespolizei geht mit einer groß angelegten Razzia in drei Bundesländern gegen international organisierte Schleuserbanden vor.

Schwerpunkt der am Mittwochmorgen gestarteten Durchsuchungen sei Nordrhein-Westfalen, aber auch in Niedersachsen und Baden-Württemberg gebe es Aktionen, bestätigte eine Sprecherin der Bundespolizei in Sankt Augustin bei Bonn.

Bei der Aktion gegen ein "international weit verzweigtes Schleusernetzwerk" seien Beamte unter anderem in Essen, Gelsenkirchen und Hildesheim unterwegs.

Den Angaben zufolge sind allein rund 500 Beamte der Bundespolizei seit den Morgenstunden im Einsatz, darunter auch Spezialeinsatzkräfte. Außerdem werde die Aktion von der Landespolizei unterstützt.

Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hildesheim zur Verfolgung der organisierten Schleuser-Kriminalität. Die Behörden gehen davon aus, dass zahlreiche Flüchtlinge von kriminellen Hinterleuten nach Deutschland gebracht werden.

"In Niedersachsen haben gegen 6.00 Uhr Durchsuchungen in Hildesheim und Osnabrück sowie in Lengede im Landkreis Peine begonnen", sagte eine Sprecherin der Bundespolizei in Hannover. An insgesamt 24 Orten werde durchsucht. Die «Bild»-Zeitung berichtete auf Twitter, dass Häuser gestürmt worden seien.

Erst vor kurzem hatte der Bundesnachrichtendienst angesichts der vielen Flüchtlinge aus Afghanistan vor einem internationalen Schleppernetzwerk gewarnt.

Rund 500 Beamte der Bundespolizei sind seit den Morgenstunden im Einsatz.
Rund 500 Beamte der Bundespolizei sind seit den Morgenstunden im Einsatz.

Fotos: dpa/Marcel Kusch


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