Neuer Chef bei Bundespolizei in Sachsen war 1989 bei den Demonstranten

Dresden - Zurück dahin wo alles anfing: Seit 7. Januar leitet Rico Reuschel (48) die Bundespolizeiinspektion in Dresden, vor 30 Jahren für den Dresdner noch unvorstellbar.

Rico Reuschel (48) ist der neue Bundespolizei-Chef in der Landeshauptstadt.
Rico Reuschel (48) ist der neue Bundespolizei-Chef in der Landeshauptstadt.  © Steffen Füssel

"1989 war ich als Demonstrant auf der Prager Straße", sagt der gebürtige Dresdner. "Damals hätte ich es mir nicht denken können, hier mal eine Bundespolizeiinspektion zu leiten."

So machte er auch erstmal seinen Facharbeiter, studierte danach Soziologie mit Hauptfächern Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaften.

Ab dem Jahr 2000 ging es dann zu den Gesetzeshütern und dort über einige Führungspositionen bis in den Bundestag. "Ich war Referent des NSU-Untersuchungsausschusses", sagt der dreifache Vater. "Dabei habe ich wesentliche Teile des Berichts recherchiert und auch geschrieben, besonders zu den Komplexen Heilbronn und Kassel."

Danach lag sein Fokus auf der Sicherung der europäischen Außengrenzen, was Reuschel bis nach Niger brachte, um die dortigen Migrationsbewegungen zu beobachten. "Das waren prägende Erinnerungen", sagt er.

"Es gibt dort eine sehr hohe Armutsrate, allerdings auch überwältigende Freundlichkeit und Lebensfreude."

Zurück in Dresden erwartet er für 2019 ein herausforderndes Jahr, auch wegen der Wahlkampfs und damit verbundenen Demonstrationen in Dresden.

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0