Grenze oder Stadion: Bundespolizei ist überlastet!

Die Bundespolizei an einem Bahnhof an der deutsch-österreichischen Grenze.
Die Bundespolizei an einem Bahnhof an der deutsch-österreichischen Grenze.

Dresden - Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) schlägt Alarm: Umfassende Grenzkontrollen und die permanenten Einsätze bei Fußballspielen: Die Belastungsgrenze ist erreicht!

Seit die Grenzkontrollen wieder eingeführt wurden, wird die deutsche Bundespolizei an allen Stellen gebraucht, um eine geordnete Einreise von Flüchtlingen zu ermöglichen und kriminelle Schleuser dingfest zu machen.

Der personelle Aufwand für die Sicherung der deutsch-österreichischen Grenze ist enorm: 2000 zusätzliche Bundespolizisten/-innen wurden aus anderen Bereichen angefordert.

Normalerweise sichern diese Beamten Bahnhöfe, Flughäfen, Fährhäfen, Schutzobjekte oder sind in der Bundesbereitschaftspolizei tätig.

Gehören Bilder wie diese bald der Vergangenheit an? Die Bundespolizei begleitet Dynamo-Fans zum Spiel.
Gehören Bilder wie diese bald der Vergangenheit an? Die Bundespolizei begleitet Dynamo-Fans zum Spiel.

Hundertschaften von ihnen wurden auch aus Spezialeinheiten herangezogen, die normalerweise für Sicherheit während Fußballspielen sorgen - Und dort fehlen sie jetzt!

Die Kernaufgabe der Bundespolizei sei momentan einfach der Grenzschutz, so der stellvertretende Bundesvorsitzende und Vorsitzende der DPolG, Ernst G. Walter.

Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft sollen sich nun solidarisch "für eine Entlastung der Polizei einsetzen und sich durch geeignete Maßnahmen auch aktiv daran beteiligen", so die Deutsche Polizeigewerkschaft.

Für die Veranstalter der Fußballspiele bedeutet das, sich mehr mit eigenem Sicherheitspersonal einzubringen. Ansonsten müssten Spiele mit hohem Gewaltpotenzial in Zukunft schlicht und einfach abgesagt werden.

Fotos: dpa/Sven Hoppe/Marc Tirl, Frank Dehlis


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