So will die Bundesregierung künftig gegen Impfmuffel vorgehen

Der Impfbus sollte Studenten für das Thema "Impfen" sensibilisieren.
Der Impfbus sollte Studenten für das Thema "Impfen" sensibilisieren.

Berlin - Experten der Charité klären Schüler in Berlin und darüber hinaus im kommenden Schuljahr über Impfungen auf.

Mit einem umgebauten Linienbus will das Team auf Schulhöfen an jedem Standort für mehrere Tage Präsenz zeigen und auch Schutzimpfungen anbieten, wie die Universitätsklinik am Dienstag mitteilte.

"Die Impflücken sind in Deutschland noch immer zu groß. Gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen fehlen wichtige Schutzimpfungen", erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (56, CDU) laut Klinikmitteilung. Das Projekt läuft im Auftrag seines Ministeriums bis zum Ende des Schuljahres 2018. Ziel ist es, gegen fehlenden oder unvollständigen Impfschutz bei Krankheiten wie Masern vorzugehen.

Die ersten Ziele des Präventionsbusses lägen in Berlin, sagte eine Charité-Sprecherin auf Anfrage. Danach würden auch Schulen außerhalb angefahren - konkrete Angaben dazu gab es zunächst nicht. Mit der Arbeit sollen das Interesse an "gesundheitsbewusstem Verhalten" gefördert und Impfquoten bei Jugendlichen erhöht werden. Schulen, Lehrer und Eltern würden um Zustimmung gebeten.

Der jüngste größere Masernausbruch in Berlin war 2015. In diesem Jahr sind nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) bundesweit bislang mehr als 820 Fälle gemeldet worden, der Großteil davon in Nordrhein-Westfalen mit gut 500.

Ein Pieks kann im Ernstfall Leben retten.
Ein Pieks kann im Ernstfall Leben retten.  © DPA

Titelfoto: DPA


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