Bundesregierung verhinderte "mit größter Not" Eklat um Irans Außenminister

Mohammed Dschawad Sarif, Außenminister von Iran, spricht während der 54. Münchner Sicherheitskonferenz.
Mohammed Dschawad Sarif, Außenminister von Iran, spricht während der 54. Münchner Sicherheitskonferenz.  © Sven Hoppe/dpa

München/Berlin - Vor der Münchner Sicherheitskonferenz Mitte Februar hat die Bundesregierung nach einem Medienbericht nur mit Mühe einen Eklat verhindert.

Grund war danach die Weigerung mehrerer Mineralölfirmen am Münchner Flughafen, das Flugzeug des iranischen Irans Außenminister Dschawad Sarif (58) zu betanken.

Nach Informationen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung reiste Sarif erst an, nachdem die Bundeswehr sich bereit erklärte, das zu übernehmen. Das Auswärtige Amt war um diese Hilfe ersucht worden. Dem Bericht zufolge fürchteten die Firmen offenbar, gegen US-Sanktionen zu verstoßen.

Der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, sagte dem Medienverbund, es sei "nur mit größter Not" gelungen, Sarifs Teilnahme zu sichern.

Ischinger schaltete schließlich das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium ein und bat um Hilfe. Letztlich übernahm die Luftwaffe die Betankung des iranischen Airbus.

"Was immer man von Sanktionen halten will, hier hätten sie beinahe dazu geführt, dass wir in einer gefährlichen Lage nicht einmal mehr miteinander reden können", kritisierte Ischinger angesichts der vielen Krisen im nahen Osten diesen Vorgang.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0