Nach Berliner Wahlschlappe: SPD will sich stärker von Linke abgrenzen

Mit dem Abschneiden der SPD kann Michael Müller alles andere als zufrieden sein. (Bildmontage)
Mit dem Abschneiden der SPD kann Michael Müller alles andere als zufrieden sein. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

Berlin - Für den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (52) ist der 24. September ein doppelter Hinsicht ein rabenschwarzer Tag: So wurde der Tegel-Volksentscheid deutlich verloren und des Weiteren holte die Linken deutlich mehr Stimmen. Aus letzterem zieht der Berliner Landeschef nun seine Schlüsse und sieht als Lösung eine Abgrenzung von Koalitionspartner, wie RBB berichtet.

Eine Schmach für Müller: 17,9 Prozent holte die SPD bei den Zweitstimmen, hingegen die Linke auf gute 18,8 Prozent blicken kann. Die Grünen holten 12,6 Prozent. Anlass genug, das Profil der Sozialdemokraten zu schärfen in dem sich mit der Linkspartei auseinandergesetzt wird, wie der 52-Jährige am Montagabend nach einer Sitzung des SPD-Landesvorstands erklärte.

Problem bei dieser Auseinandersetzung könnte jedoch der gemeinsame Sitz am Senatstisch werden. So kollidieren beide Parteien beispielsweise in Sachen Mieten und Wohnen: "Das ist so, dass die Linke da eine andere Zielsetzung verfolgt", sagte Müller. Während die SPD auf den Neubau von Wohnungen setzt, beschäftigt sich die Linke mit der Mietregulierung.

Die Sozialdemokraten wollen ihr Profil stärker hervorheben und das wird laut Müller "auch erwartet."

Gleichzeitig untermauert er den Anspruch der SPD als Führungskraft in der rot-rot-grünen Koalition. Müller betont, dass die Koalitionspartner das akzeptieren müssten.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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