Bundeswehr wirbt mit Rosen und Nelken um Frauen und kassiert Spott auf Twitter

Berlin - Am Freitag können sich Arbeitnehmer erstmals über den neuen Feiertag freuen. Als erstes Bundesland hat Berlin den Internationalen Frauentag als arbeitsfreien Tag eingeführt.

Mit Nelken und Rosen wirbt die Bundeswehr um Frauen. (Bildmontage)
Mit Nelken und Rosen wirbt die Bundeswehr um Frauen. (Bildmontage)  © DPA

Die Bundeswehr wirbt am "Frauenkampftag" verstärkt um weiblichen Nachwuchs. Am Brandenburger Tor in Berlin werden dazu am Freitag Rosen und Nelken an Frauen verteilt.

"Wir kämpfen für Freiheit, Sicherheit und Gleichberechtigung", lautet das Motto der Aktion, die nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein Zeichen für Gleichberechtigung und berufliche Chancengleichheit von Frauen in der Bundeswehr setzen soll.

"Die Frage lautet nicht 'Mann oder Frau', sondern 'Bist Du bereit, Deinem Land zu dienen?', sagte dazu Christina Routsi, Sprecherin des Verteidigungsministeriums für Nachwuchsgewinnung. "Frauen werden nicht bevorzugt. Sie erarbeiten sich ihre Positionen genauso hart wie Männer."

Auf Twitter ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. So spottete Berliner SPD-Politiker Fritz Felgentreu: "Wir dürfen gespannt sein, wieviele der beschenkten Touristinnen sich hinterher bei der Bundeswehr bewerben;-)". Ein User drückt sich etwas drastischer aus und fragt ob klischeefest am Herrentag Handgranaten und Schusswaffen verteil werden?

Vor 30 Jahren dienten 260 Frauen in den Streitkräften, mittlerweile sind es nach Angaben des Ministeriums etwa 22.100. Mit einem Frauenanteil von insgesamt fast 20 Prozent (zivil und militärisch) sei die Bundeswehr auf Augenhöhe mit vielen deutschen DAX-Unternehmen. Inzwischen komme fast jede dritte Bewerbung für die Offizierslaufbahn von einer Frau.

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