Bundesweite Droh-Mails mit Milzbrand erreichen auch Potsdamer Klinik

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern derzeit noch an. (Bildmontage)
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern derzeit noch an. (Bildmontage)  © DPA/Privat (Bildmontage)

Potsdam - Am Dienstag ging in der Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann eine anonyme E-Mail ein - mit erschreckendem Inhalt. So soll mit Milzbrand-Erregern gedroht worden sein, wie die Märkische Allgemeine berichtet.

Am Vormittag soll die Mail "mit einer Gefahrenandrohung" eingegangen sein, wie Kliniksprecherin Damaris Hunsmann gegenüber der MAZ bestätigte.

Daraufhin wurden Polizei und Feuerwehr alarmiert, denn in der E-Mail wurde mit gefährlichen Milzbrand-Erregern (Anthrax) gedroht. Diese sollten über die Lüftungsanlage in der Klinik verteilt werden.

Über den genauen Inhalt der Mail wollten sich weder Klinikum noch Polizei äußern. Doch die Drohung wurde ernstgenommen.

Der interne Alarm- und Rettungsplan wurde aktiviert, so Hunsmann am Mittwochmorgen. Sämtliche Operationen, die für den Vormittag und Mittag vorgesehen waren, wurden verschoben.

Einsatzkräfte der Feuerwehr untersuchten in entsprechender Schutzkleidung den Gebäudekomplex, doch nach rund einer Stunde konnte Entwarnung gegeben werden. "Es lagen der Polizei keine Anhaltspunkte für eine Ernsthaftigkeit der Bedrohung vor", sagte eine Sprecherin der MAZ und ergänzte: "Eine Gefahr für Patienten oder Besucher des Klinikums bestand zu keiner Zeit".

Bundesweit erhielten unter anderem auch das Sömmerdaer Krankenhaus (TAG24 berichtete) oder auch verschiedene Schulen und Kliniken in Baden-Württemberg vergleichbare Drohungen mit Milzbrand-Erregern.

Titelfoto: DPA/Privat (Bildmontage)


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