Die Burg Rabenstein wird wie neu!

Lars Erhardt (45) ist Restaurator des Chemnitzer Schlossbergmuseums.
Lars Erhardt (45) ist Restaurator des Chemnitzer Schlossbergmuseums.

Von Doreen Grasselt

Chemnitz - Sachsens kleinstes Kastell birgt einen geheimnisvollen Schatz. Bei den Umbauarbeiten an der Burg Rabenstein (um 1100-1200 erbaut) haben Mitarbeiter ein herrliches Wandgemälde aus einem dunkelblauen Sternenhimmel und roten Ornamenten freigelegt.

Vorsichtig kratzt Restaurator Lars Erhardt (45) die weiße Farbe von der Wand der kleinen Kapelle: „Wir wollen zwei Probeachsen freilegen, um zu sehen, welche Reste des Gemäldes noch erhalten sind.“

Die Farbanalysen sind teilweise schon fertig. Neben Himmel und Ornamenten soll im Sockelbereich ein roter Vorhang freigelegt werden.

Das Wandgemälde in der kleinen Kapelle der Burg wurde in den 30er-Jahren übermalt. Jetzt soll es zum Teil wieder freigelegt werden.
Das Wandgemälde in der kleinen Kapelle der Burg wurde in den 30er-Jahren übermalt. Jetzt soll es zum Teil wieder freigelegt werden.

„Die Malerei ist etwa um 1900 entstanden“, erklärt der Restaurator. „In den 1930er-Jahren wurde sie übermalt. Aber nicht aus politischen, sondern wohl aus optischen Gründen.“

Bis zu sechs Stunden täglich werkelt Lars Erhardt in der Festung. Bis zum Frühjahr will der Restaurator beide Achsen freigelegt haben.

Dann wird geprüft, welche Reste erneuert und befestigt werden müssen. Zurzeit werden in der Burg außerdem das Parkett erneuert und marode Treppenstufen repariert.

Aktuell wird die touristische Aufwertung des Naherholungsgebiets Rabenstein geplant. Einen entsprechenden Beschlussantrag hat die CDU-Fraktion für die kommende Stadtratssitzung eingereicht.

Dazu zählen neue Schilder an Autobahnen, Bahnhöfen, Straßen und Wanderwegen. Außerdem soll die Stadt die wichtigsten Einrichtungen auf ihrer Homepage verlinken, Radwege- und Wanderkarten publizieren, den Stadtteil besser an öffentliche Verkehrsmittel anbinden.

Die Investitionskosten von vorläufig etwa 20 000 Euro sollen bereits in den Haushalt des kommenden Jahres eingestellt werden.

Burg und Stadtteil Rabenstein sollen als Naherholungsgebiet stärker vermarktet werden.
Burg und Stadtteil Rabenstein sollen als Naherholungsgebiet stärker vermarktet werden.

Fotos: Uwe Meinhold


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