Burger King-Überfall: Wollte der Täter ein Kind entführen?

Ein Ganove erbeutete am späten Abend in dem Schnellrestaurant am „Überflieger“ im Stadtteil Schönau mehrere hundert Euro.
Ein Ganove erbeutete am späten Abend in dem Schnellrestaurant am „Überflieger“ im Stadtteil Schönau mehrere hundert Euro.

Von Bernd Rippert

Chemnitz – Bewaffneter Überfall auf Burger King! Ein Ganove erbeutete am späten Abend in dem Schnellrestaurant am „Überflieger“ im Stadtteil Schönau mehrere hundert Euro und flüchtete zu Fuß. Offenbar hatte der gleiche Täter zuvor ein Kind belästigt – eventuell eine versuchte Kindesentführung!

Der Reihe nach: Am Nachmittag, kurz nach 15 Uhr, fragte ein Mann einen Jungen (9) an der Ecke Haydn-/Lortzingstraße nach dem Weg. Der Junge lief einfach weiter.

Da griff sich der Mann das Kind, hielt es mit Gewalt fest und sprühte ihm eine unbekannte Flüssigkeit ins Gesicht.

Der Junge konnte sich losreißen und zu einer Passantin rennen. Daraufhin flüchtete der Unhold. Der leicht verletzte Junge lief nach Hause und alarmierte seine Eltern. Die riefen die Polizei.

Am Abend folgte dann der Überfall bei Burger King. Unmaskiert betrat ein Mann kurz vor 23 Uhr die Filiale am Südring. In der Hand hielt er einen Pistole. Damit bedrohte der Gangster einen Mitarbeiter (28) und forderte Geld.

Unmaskiert betrat ein Mann kurz vor 23 Uhr die Filiale am Südring.
Unmaskiert betrat ein Mann kurz vor 23 Uhr die Filiale am Südring.

Der Angestellte machte alles richtig, öffnete eine Kasse und übergab den Inhalt – nach ersten Angaben ein dreistelliger Betrag - an den Räuber. Der flüchtete mit seiner Beute zu Fuß über den Südring in Richtung Stollberger Straße. Wie die Polizei mitteilte, wurde bei dem Überfall niemand verletzt. Jetzt sucht die Polizei Zeugen des Überfalls.

Der Täter wird in beiden Fällen - Kind und Burger King - fast gleich beschrieben: 20 bis 30 Jahre alt, rund 1,80 Meter groß, sehr schlank. Unter seiner grauen Wollmütze waren dunkle Haare zu sehen. Der Täter trug eine schwarze Lonsdale-Jacke, eine schwarze Hose und ein T-Shirt. Er hat einen Drei-Tage-Bart und eine auffällige Tätowierung am Hals. Nach Angaben der Zeugen spricht der Ganove Deutsch ohne Akzent.

Die Polizei schließt einen Zusammenhang beider Taten nicht aus. Polizeisprecherin Heidi Hennig (59): „Die fast identische Täterbeschreibung ist auffällig.“ Denkbar ist, dass der Ganove unter Drogen stand.

Fotos: Harry Härtel


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