Bündnis soll Lösungen für Leipzigs enger werdenden Wohnungsmarkt finden

Leipzig - Die Mieten steigen, der Wohnraum wird enger: Über die Probleme auf dem Leipziger Wohnungsmarkt soll ab Januar das "Bündnis für bezahlbares Wohnen" diskutieren.

In den nächsten zehn Jahren sollen in Leipzig 10.000 Sozialwohnungen entstehen.
In den nächsten zehn Jahren sollen in Leipzig 10.000 Sozialwohnungen entstehen.  © dpa-Zentralbild

Wie die Stadt nun mitteilte, soll es ab Januar 2020 eine Art Bündnis geben, in dem Vertreter der Mieterinteressen, der Wohnungswirtschaft, der Wohnungsbaugenossenschaften sowie der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft aufeinander treffen.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) ist auf Kompromisse aus und will gemeinsam mit allen an einer Lösung arbeiten, wie das Wohnen in der Messestadt bezahlbar bleiben kann.

"Wenn wir auf die Debatte in Deutschland schauen, dann sehen wir die extremen Positionen von Gewinnmaximierung auf der einen und Enteignungsdrohung auf der anderen Seite. Eine Lösung werden wir aber nur finden, wenn wir bereit sind, uns pragmatisch auf die Situation in unserer Stadt einzulassen", so Jung.

Seiner Meinung nach sei es durchaus realistisch, 10.000 Sozialwohnungen in den nächsten zehn Jahren zu bauen. Auf der anderen Seite müsse man jedoch auch denen Raum geben, die bereit sind, mehr Geld für eine Wohnung auszugeben.

Statistisch gesehen sind die Nettokaltmieten zwischen 2013 und 2017 um rund zehn Prozent auf 5,62 Euro pro Quadratmeter angestiegen, bei Neubauten ist der Anstieg noch größer. Auf der anderes Seite hat sich auch das Nettoeinkommen der Bevölkerung zwischen 2014 und 2018 von 1662 auf 1832 Euro angehoben.

Der Anteil, den die Leipzigerinnen und Leipziger prozentual für das Wohnen aufbringen müssen, liegt laut Angaben der Stadt im statistischen Mittel seit Jahren gleichbleibend bei rund 30 Prozent.

Ab Januar will OB Burkhard Jung zwischen verschiedenen Vertretern der Wohnungswirtschaft und Mieterinteressen vermitteln.
Ab Januar will OB Burkhard Jung zwischen verschiedenen Vertretern der Wohnungswirtschaft und Mieterinteressen vermitteln.  © Caroline Seidel/dpa

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