Warnstreik der Busfahrer legt Nahverkehr in zwei Kreisen lahm

Pinneberg - In den Kreisen Pinneberg und Steinburg sind am Mittwochmorgen Busfahrer mehrerer Unternehmen in den Warnstreik getreten.

Busfahrer im Norden streiken für höhere Löhne. (Archivbild)
Busfahrer im Norden streiken für höhere Löhne. (Archivbild)  © Carsten Rehder/dpa

"Die Teilnehmerzahl ist höher als erwartet, das freut uns natürlich", sagte Verdi-Sprecher Andreas Riedl.

Es werde ein Notverkehr für Schüler eingerichtet. Darüber hinaus wird der Linienverkehr laut Verdi allerdings deutlich eingeschränkt sein.

Unter anderem in Uetersen, Elmshorn und in Itzehoe waren Busfahrer verschiedener Gesellschaften am Mittwoch zu Warnstreiks aufgerufen.

Bereits seit Dienstagmorgen läuft ein dreitägiger Warnstreik in Neumünster. Vor knapp zwei Wochen gab es den ersten Warnstreik in Schleswig-Holstein.

Die Gewerkschaft will mit dem Ausweiten der Warnstreiks den Druck auf die aus ihrer Sicht schleppenden Tarifverhandlungen im Busgewerbe erhöhen.

Der Kommunale Arbeitgeberverband hat für dieses Jahr 1,8 Prozent mehr Geld angeboten und für nächstes Jahr 1,3 Prozent.

Verdi verlangt 2,06 Euro mehr in der Stunde für 2020. Dies soll einheitlich für alle acht Tarifgruppen gelten.

Die Verhandlungen sollen am 7. Februar in Flensburg fortgesetzt werden.

Für Schüler gibt es trotz Streik einen Notverkehr. (Symbolbild)
Für Schüler gibt es trotz Streik einen Notverkehr. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa