Tödlicher Bus-Unfall in Wiesbaden: Gaffer filmten Verletzte und behinderten Rettungskräfte

Wiesbaden/Frankfurt am Main - Der spektakuläre und leider auch tödliche Bus-Unfall, der sich am Donnerstag in Wiesbaden ereignete, rief offenbar auch einige äußerst rücksichtslose Gaffer auf den Plan.

Polizei und Rettungskräfte sicherten am Hauptbahnhof in Wiesbaden den Unfallort.
Polizei und Rettungskräfte sicherten am Hauptbahnhof in Wiesbaden den Unfallort.  ©  dpa/Michael Ehresmann/Wiesbaden112.de

Bei dem Crash am späten Donnerstagnachmittag wurden 23 Menschen zum Teil schwer verletzt. Ein 85 Jahre alter Fußgänger erlitt tödliche Verwundungen (TAG24 berichtete).

Ein Bus war außer Kontrolle geraten. Mehrere Autos und ein weiterer Bus wurden gerammt. Außerdem wurden zwei Fußgänger von dem Unglücks-Bus erfasst, darunter auch der 85-Jährige, der später im Krankenhaus starb.

Wie die Polizei in Frankfurt am Samstagmorgen über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, waren am Unfallort in Wiesbaden kurz nach dem Crash mehrere Schaulustige unterwegs, die sich ausgesprochen rücksichtslos verhielten.

"🚫 Verletzte & hilfsbedürftige Menschen wurden von #Gaffer​n gefilmt", heißt es wörtlich in dem Tweet.

Auch sollen Schaulustige Rettungskräfte behindert und ihnen den Weg versperrt haben.

Die Frankfurter Polizei macht aus ihrer Abscheu gegenüber diesen Verhaltensweisen keinen Hehl.

"Und wenn man selbst mal Hilfe braucht?", fragen die Beamten kritisch zum Abschluss des Tweets.

Der Tweet der Polizei Frankfurt zu dem Bus-Unfall in Wiesbaden

Titelfoto: dpa/Michael Ehresmann/Wiesbaden112.de

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