Einsturzgefahr! Dieser Busbahnhof wird gesperrt

1998 erbaut zeigte das Gebäude rasch Risse im Beton. Erst jetzt wird etwas dagegen unternommen.
1998 erbaut zeigte das Gebäude rasch Risse im Beton. Erst jetzt wird etwas dagegen unternommen.

Von Anneke Müller

Dippoldiswalde - Gestern Abend ließ Dippoldiswalde den kompletten Busbahnhof sperren. Grund: Baupfusch. Nur 16 Jahre nach der Eröffnung ist der Beton der Anlage so mürbe, dass das Parkdeck einzustürzen droht.

Gestern um 18.30 Uhr zog die Stadtverwaltung die Notbremse, sperrte den Busbahnhof. Der letzte Bus hatte um 18.15 Uhr den Busbahnhof verlassen.

Stattdessen wird die Altenberger Straße zur Einbahnstraße umfunktioniert (nur noch aus Richtung Museum befahrbar). Dort und vor dem Arbeitsamt werden die Übergangshaltestellen der Busse vom RVD aufgestellt.

Auf Dauer kann das nicht so bleiben: „Es wird möglichst schnell eine Lösung geben müssen“, so RVD-Sprecher Volker Weidemann (45).

Der Busbahnhof ist nämlich Verteilerknotenpunkt für das gesamte Osterzgebirge.

Alltags treffen sich hier 13 Linienbusse stündlich und das fast zur gleichen Zeit, um den Reisenden bequemes Umsteigen zu ermöglichen. Das Problem mit dem Schrottbahnhof indes ist nicht neu:

Der Bau von 1998 zeigte schon vor Jahren erste Risse im Beton. Vor drei Jahren wurde das Parkdeck im oberen Bereich bereits aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Der Beton bröckelte weiter, es regnete durch. Die Gutachter sind seit Jahren mit den Mängeln beschäftigt.

Die jüngste Bauprüfung ergab sofortigen Handlungsbedarf. Weidemann vermutet, dass es wohl auf einen Abriss des Gebäudes herausläuft.

Fotos: Kamprath


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