Buschfreie Zone: So gefährlich kann die Intim-Rasur werden

Wer mit Wachs in der Leistengegend hantiert, riskiert unter Umständen Verbrennungen.
Wer mit Wachs in der Leistengegend hantiert, riskiert unter Umständen Verbrennungen.  © 123rf.com/vladimirfloyd

San Francisco - Schamhaare sind heutzutage für viele Menschen ein absolutes No Go. Stattdessen ist der Kahlschlag im Genitalbereich ein Muss. Doch wer sich im Schritt die Haare entfernt, sollte direkt nach der Intimrasur auf Sex verzichten. Das Risiko, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken, ist dann nämlich ganz besonders hoch.

Herausgefunden haben das Forscher der University of California in San Francisco. Für eine Studie hat das Team um Matthew D. Truesdale insgesamt 7570 Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt, wie es um ihre Intimzone bestellt ist. Ganze 76 Prozent, also 5674 Teilnehmer, gaben an, ihr Schamhaar regelmäßig zu entfernen. Die Frauen (84 Prozent) liegen dabei weit vor den Männern (66 Prozent).

Zur Tat wird am liebsten mit dem Rasierer geschritten. Der Griff zu Schere, Wachs oder Laser ist eher unbeliebt. Klar kommt es dabei auch zu Verletzungen, das hat jeder vierte Befragte bereits erlebt. Dabei gehen die Männer (562 verletzte Personen) geschickter mit dem Rasierer um als die Frauen (868). Am häufigsten sind Schnitt-Verletzungen. Verbrennungen und Ausschläge kommen aber auch vor.

Männer verletzen sich dabei vor allem an den Hoden (67,2 Prozent), am Penis (34,8 Prozent) oder dem Schambein (28,9 Prozent). Bei Frauen werden Schambein (51,3 Prozent), Schenkelinnenseiten (44,9 Prozent), Vagina (42,5 Prozent), Damm (13,2 Prozent) und Anus (6 Prozent) in Mitleidenschaft gezogen. Bei manchen waren die Verletzungen so schwer, dass sie ärztliche Hilfe brauchten und entweder Antibiotika bekamen oder der Arzt musste selbst Hand anlegen, um etwa einen Abszess auszudrücken oder die Wunde zu nähen.

Unangenehmer sind da nur noch Geschlechtskrankheiten, die man sich direkt nach der Intim-Rasur besonders schnell holen kann. Denn die Ansteckungsgefahr zum Beispiel mit Herpes, Syphilis, Genital- oder Dellwarzen steigt, je frischer Wunden sind und je häufiger die Schamhaare entfernt werden, berichten die Forscher im Fachjournal "Sexually Transmitted Infections" und raten davon ab, kurz nach dem Rasieren Sex zu haben.

Titelfoto: 123rf.com/vladimirfloyd


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