Busfahrer flippt aus und rast ohne Stopp über den Ku'damm

Der Fahrer eines Busses der Linie M29 soll auf dem Ku'damm ausgerastet sein und seine Fahrgäste in Panik versetzt haben (Symbolbild).
Der Fahrer eines Busses der Linie M29 soll auf dem Ku'damm ausgerastet sein und seine Fahrgäste in Panik versetzt haben (Symbolbild).  © wikimedia

Berlin – Ein Missverständnis zwischen einem Busfahrer und mehreren Fahrgästen artete auf dem Kurfürstendamm zu einer regelrechten Geisterfahrt aus, bei der die Passagiere in Panik gerieten.

Wie die B.Z. berichtet, war am Freitagabend ein Bus der Linie M29 auf dem Ku'damm unterwegs. Er war allerdings nicht im Linienverkehr, sondern als Betriebsfahrt eingesetzt. Dummerweise soll der Fahrer aber vergessen haben, dies auch an der Anzeige einzustellen.

Als er an der Haltestelle Uhlandstraße hielt, ohne die Türen zu öffnen, sollen sich aufgebrachte Fahrgäste vor den Bus gestellt haben. Schließlich habe der Fahrer die Tür geöffnet und die Gäste seien eingestiegen.

Die Drohung des Fahrers, an keiner Haltestelle zu stoppen, nahm wohl keiner wirklich ernst. Ein Irrtum, wie sich schnell herausstellte.

Der Fahrer gab Gas und fuhr ohne zu stoppen an den Haltestellen Bleibtreustraße und Olivaer Platz vorbei. Dabei soll er rote Ampeln überfahren haben, erinnern sich Zeugen in der B.Z.

Unter den Passagieren bricht Panik aus. Ältere Damen betätigen immer wieder den Nothalteknopf. Einige Passagiere sollen in völliger Angst aus dem fahrende Bus gesprungen sein.

Am Adenauer Platz wird er schließlich von der Polizei gestoppt. Die hatte er übrigens selbst alarmiert, weil er sich von den Fahrgästen bedroht gefühlt hätte. „Die Fahrgäste sollen sehr aggressiv gewesen sein“, sagt BVG-Sprecherin Petra Reetz gegenüber der B.Z.

Ein Alkohol- und Drogentest bei dem Fahrer fiel negativ aus. Die Polizei ermittelt zu den genaueren Hintergründen, auch bei der BVG wird der Fall intern ausgewertet.


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