Busfahrer heute im Streik! Frankfurt und ganz Hessen betroffen

Frankfurt am Main - Fahrgäste müssen sich am heutigen Freitag in ganz Hessen auf Behinderungen und Ausfälle im Nahverkehr mit Bussen einstellen.

Schon Ende September traten die Busfahrer in Hessen in einen Warnstreik.
Schon Ende September traten die Busfahrer in Hessen in einen Warnstreik.  © Claus Völker/dpa

Grund ist ein Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi, der rund 4400 Fahrer privater Busunternehmen betrifft.

Wie die Gewerkschaft mitteilte, ist praktisch ganz Hessen von Kassel über Korbach, Gießen, Fulda und Hanau bis hin zu Offenbach, Frankfurt und Darmstadt von dem ganztägigen Warnstreik betroffen.

Auch in kleineren Orten wie Bad Vilbel, Melsungen, Korbach, Gudenberg, Gelnhausen oder Erlensee kann es demnach zu Arbeitsniederlegungen kommen.

Der Warnstreik der Busfahrer startet mit Beginn der Frühschicht.

Der Ausstand dauert den ganzen Tag und geht erst mit dem Ende der Spätschicht in der Nacht zum Samstag zu Ende, wie auf der Website des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) zu lesen ist.

Busfahrer-Streik in Hessen soll Druck auf Arbeitgeber erhöhen

Mit dem Streik der Busfahrer will Verdi in den laufenden Tarifverhandlungen mit dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Diese hatten in der vierten Verhandlungsrunde am Mittwoch ein Angebot vorgelegt, das die Gewerkschaft aber zurückwies (TAG24 berichtete).

Streik startet wie geplant

Update, 8 Uhr: In Hessen sind Busfahrer privater Busunternehmen in den Warnstreik getreten. Seit Beginn der Frühschicht um 3.10 Uhr seien Busfahrer an verschiedenen Standorten im Warnstreik, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am frühen Freitagmorgen.

Den Angaben zufolge fuhren gegen 4.00 Uhr unter anderem in Offenbach und in Bad Vilbel keine Busse. Auch Fahrer verschiedener Busunternehmen, die in Frankfurt den Stadtbereich abdeckten, hätten sich nicht hinter das Steuer gesetzt. Ebenso standen Fahrgäste im Landkreis und in der Stadt Fulda, Bad Hersfeld sowie Weiterstadt teils vergeblich an der Bushaltestelle.

Verdi hatte zu dem Warnstreik aufgerufen, dauern soll er bis zum Ende der Spätschicht in der Nacht zum Samstag. Im Laufe der kommenden Stunden solle praktisch ganz Hessen von Kassel über Korbach, Gießen, Fulda und Hanau bis hin zu Offenbach, Frankfurt und Darmstadt betroffen sein. Auch in kleineren Orten wie Melsungen, Gudenberg, Gelnhausen oder Erlensee könne es zu Arbeitsniederlegungen kommen.

Zu einem ersten Warnstreik war es bereits Ende September gekommen. Zehntausende Pendler waren davon betroffen. Der aktuelle Tarifkonflikt betrifft rund 4400 Busfahrer. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 14. November angesetzt.

Titelfoto: Claus Völker/dpa


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