Busfahrer-Streik in Frankfurt und Hessen vom Tisch: Schlichtung ist erfolgreich

Frankfurt am Main - Die Fahrer der privaten hessischen Busbetriebe haben mit ihren Streiks kräftige Gehaltssteigerungen herausgeholt.

In den frühen Morgenstunden des 19. Novembers waren die Busfahrer in einen unbefristeten Streik getreten.
In den frühen Morgenstunden des 19. Novembers waren die Busfahrer in einen unbefristeten Streik getreten.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Nach dem am Dienstag verkündeten und von beiden Seiten angenommenen Schlichtungsergebnis steigt ihr Stundenlohn in vier Stufen um zusammen 29 Prozent auf 17,40 Euro.

Derzeit erhalten die rund 4400 Fahrer privater Busbetriebe einen Stundenlohn von 13,50 Euro.

Der Tarifvertrag zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Landesverband hessischer Omnibusunternehmer (LHO) hat laut einer gemeinsamen Mitteilung eine Laufzeit bis zum 31. März 2024. Bis dahin müssen die Fahrgäste keine weiteren Streiks des Personals mehr erwarten.

Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt, dass die Verdi-Mitglieder ihr in einer Urabstimmung zustimmen.

Neben den Tabellenerhöhungen, von denen die erste auf 15 Euro zum 1. Januar 2020 greift, erhalten die Busfahrer für 2019 eine Einmalzahlung von 950 Euro. Auch sollen die unbezahlten, vom Fahrplan bedingten Pausen weiter verringert werden.

Busfahrer-Streik in Frankfurt und Hessen für fast zwei Wochen

Die Verwaltungs- und Werkstattangestellten der Busbetriebe sollen in den vier Schritten jeweils Gehaltserhöhungen von 2,9 Prozent erhalten.

Der Kompromiss war nach fünf erfolglosen Verhandlungsrunden in einer Schlichtung unter Leitung des früheren RMV-Chefs Volker Sparmann zustande gekommen. In dem Tarifkonflikt hatten die Busfahrer über nahezu zwei Wochen in vielen hessischen Nahverkehrsbetrieben gestreikt (TAG24 berichtete).

Verdi hatte ursprünglich eine sofortige Erhöhung des Grundgehalts auf 16,60 Euro pro Stunde sowie neue Pausenregelungen verlangt.

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

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