Bushido droht Satiriker wegen Spießer-Witz

Bushido zeigte, dass er keinen Spaß versteht, wenn es auf seine Kosten geht.
Bushido zeigte, dass er keinen Spaß versteht, wenn es auf seine Kosten geht.  © DPA

Berlin – Bushido wendet sich mit einer harten Botschaft an einen Komiker, der es wagte, sich über den König des deutschen Gangster-Raps lustig zu machen. Die Satiriker vom "Bohemian Browser Ballett" hatten Bushido einen Song gewidmet.

Denn der hatte sich bei Twitter über den Service und die Freundlichkeit in der Postfiliale auf dem Hindenburgdamm beschwert.

Daraufhin widmete das "Bohemian Browser Ballett" ihm einen Satire-Rap, in dem sie sich als Post ausgeben und eine Diss-Antwort auf den Tweet texten.

Dieser Tweet war der Auslöser des Satire-Angriffs

In seinem Video wendet Bushido sich direkt an die Macher des Post-Raps.
In seinem Video wendet Bushido sich direkt an die Macher des Post-Raps.

"Wir sind 'ne stinknormale Berliner Postfiliale. Du sprichst nicht unsre Sprache, dann werd' doch Ostwestfale", spielen sie darauf an, dass Höflichkeit noch nie die Stärke der Berliner war, was Bushido eigentlich wissen sollte.

Der Song endet mit Zeilen: "Er war einmal ein Gangster. Jetzt ist er nur noch Spießer. Sitzt in der Villa ganz allein mit dem Gerichtsvollzieher."

Der einst so harte Rapper, der in seinen Texten in der Wortwahl selten zimperlich ist ("Culcha Candela, diese Hurensohn-Clique", "Ich wünsche allen bei der BZ und bei DSDS einen positiven AIDS Test.") reagierte äußerst dünnhäutig.

Dieser Song brachte Bushido auf die Palme

Den rappenden Postboten fand Bushido gar nicht lustig.
Den rappenden Postboten fand Bushido gar nicht lustig.

"Das hier übertrifft bei weitem alles, was ich bisher an Hurensöhnen gesehen habe", stellt er gleich mal klar.

Dann erklärt er nochmal in aller Ausführlichkeit sein Post-Problem. Schon seit Monaten bringe die DHL keine Pakete mehr zu Bushido ("Wegen irgendso einer komischen Sache"), deshalb müsse er immer in diese Filiale. Den Mitarbeitern dort wirft er Unfreundlichkeit, Unfähigkeit und Lustlosigkeit vor.

Und dann lamentiert Deutschlands Gangster-Rap-Pionier, wie es nervt, bei der Post ein Paket abzuholen: "Auch wenn ich Bushido bin, darf ich mich über so 'ne Sache aufregen."

Schließlich droht er dem Macher des Satire-Spots, Christian Brandes, mehr oder weniger unverhohlen. "Wer von uns beiden dann mal irgendwie und irgendwo sitzt und vielleicht von unserem Treffen berichten kann, weil das wird nur einer von uns beiden sein. Und das meine ich ernst, Kollege."

Das ließ Brandes dann doch nicht kalt. Er entschuldigt sich auf seinem Blog "Schlecky Silberstein" und macht ihm verschiedene Angebote zur Wiedergutmachung. Unter anderem, einen Monat lang die Pakete von Bushido abzuholen und 500 Euro an "Ärzte ohne Grenzen" zu spenden. Außerdem schlägt er vor: "Wir machen einen Termin und Du gibst mir auf die Fresse. Wir machen keinen Termin und Du bzw. ein Stellvertreter gibt mir auf die Fresse."

Mal sehen, ob und wie Bushido auf diese Entschuldigung reagiert.

Bushidos Antwort (Ab Minute 17)


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