Bushido will von Clans nichts wissen: "Ich habe nur mit einer Person ein großes Problem"

Berlin - Ende März trennte sich Bushido von seinem langjährigen Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker (TAG24 berichtete). Seitdem ticken die Uhren in der Berliner Clan-Szene anders, dabei hat der Rapper - wie er selbst sagt - mit kriminellen Strukturen nichts zu tun.

Bushido findet mit "Mephisto" einen beispiellosen Anklang im Netz, doch bringt ihn das akut in Lebensgefahr.
Bushido findet mit "Mephisto" einen beispiellosen Anklang im Netz, doch bringt ihn das akut in Lebensgefahr.  © Screenshot/YouTube

Am liebsten würde sich der gebürtige Bonner dieser öffentlich ausgetragenen Fehde entziehen, sich auf das Wesentliche konzentrieren: Musik und Familie. "Die Streitlustigkeit ist von meiner Seite aus nicht so gegeben", erklärt er am Donnerstagabend in der rbb-Abendschau.

Doch Arafat Abou-Chaker macht es ihm nicht leicht, denn er ist ein "schwieriger, dominanter Typ". Mittlerweile genießt der Musiker den permanenten Schutz von Ashraf aus dem Rammo-Clan. Hat der 40-Jährige somit gar nicht mit dem Abou-Chaker-Clan gebrochen, sondern nur die Seiten gewechselt?

"Ich habe mit Clans generell nicht viel zu tun gehabt. Ich hatte mit Arafat Abou-Chaker in Person zu tun gehabt, so wie ich auch mit Ashraf in Person zu tun habe. [...] Ich habe nur ein großes Problem mit einer Person", erklärt Bushido.

Doch wie stark diese eine Person das Leben von Bushido, seiner Frau und den Kindern bestimmt, wurde Mitte der Woche im "Stern"-Interview deutlich.

Bushido (40) und Arafat Abou-Chaker (42, re.) als sie sich noch mochten.
Bushido (40) und Arafat Abou-Chaker (42, re.) als sie sich noch mochten.

"Natürlich haben wir Angst, dass jemand aus Rache auf mich oder meinen Mann schießt. Eigentlich rechnen wir jeden Tag damit", erzählte Ehefrau Anna-Maria Ferchichi (36).

Es ist ganz offensichtlich ein Bruch mit schwerwiegenden Folgen.

Bushido und Abou-Chaker gingen 2018 getrennte Wege. Seitdem führen die mittlerweile verfeindeten Ex-Freunde einen erbitterten Krieg - offiziell in den sozialen Netzwerken, was sich im Hintergrund abspielt, kann man nur erahnen.

Generell geht es um erhebliche Drohungen und sogar konkrete Mordabsichten. Die Polizei ist alarmiert und ermittelt bereits - allerdings gegen Unbekannt.

Durch die Veröffentlichung von "Mephisto" wurde das angeschlagene Verhältnis zwischen Bushido und Arafat Abou-Chaker (42) nicht besser. Über zehn Minuten rieseln kraftvolle Passagen zu seiner Vergangenheit auf den Hörer nieder. Eine Abrechnung par excellence, ohne auch nur in einer Silbe den Namen seines einstigen Weggefährten in den Mund zu nehmen. Doch alle wissen, wer gemeint ist.

Arafat hat bis zum Schluss eine Veröffentlichung verhindern wollen. Auch das neue Album "Mythos", das an diesem Freitag erscheint, dürfte weitere Songs beinhalten, die dem Clan-Mitglied nicht gefallen dürften.

Bushido selbst lässt sich dadurch nicht von seinem Weg abbringen, obwohl er tatsächlich um sein Leben fürchten muss.


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