Total verrostet, Lappen gefälscht: Polizei zieht Laster auf der A5 aus dem Verkehr

Butzbach - Auf der A5 bei Butzbach in Mittelhessen hat die Polizei am Mittwoch einen Laster aus dem Verkehr gezogen, bei dem Fahrer und Wagen alles andere als verkehrstüchtig waren.

Der Laster blieb bei der Polizei in Butzbach stehen. Jetzt wartet man auf die Einschätzung des TÜVs.
Der Laster blieb bei der Polizei in Butzbach stehen. Jetzt wartet man auf die Einschätzung des TÜVs.  © Bild-Montage Polizeipräsidium Mittelhessen

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war der Laster am Gambacher Kreuz einer Polizeistreife gegen 12 Uhr aufgefallen.

Da das Fahrzeug schon auf den ersten Blick zahlreiche Mängel aufwies, entschlossen sich die Beamten zu einer Kontrolle und lotsten den Wagen auf den Hof der Polizei in Butzbach.

Zunächst mussten die Beamten feststellen, dass sich auf dem Hänger des Lasters nicht gesicherte Altkleider-Container aus Metall befanden.

Der LKW und auch der Anhänger wiesen zudem zahlreiche massive Rost-Stellen auf. Auch hatte nach Angaben der Polizei der Hänger diverse Schweißnähte, die dabei waren, sich aufzulösen.

Aber das war noch längst nicht alles. So hatte der LKW-Fahrer bei den vorgeschriebene Lenk- und Ruhezeiten offenbar ordentlich getrickst.

War seine Lenkzeit verstrichen, hatte der 36-Jährige die Tacho-Scheibe offenbar einfach durch eine andere ersetzt, um sich eine Pause zu sparen.

Polizei spricht bei dem Laster von einer "tickenden Zeitbombe"

Auch mit dem Führerschein des Fahrers stimmte so einiges nicht. Das rumänische Dokument war wohl gefälscht und wurde sichergestellt. Der Mann und seine Spedition wurden wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkunden-Fälschung angezeigt.

Die "tickende Zeitbombe", wie es im Bericht der Polizei heißt, blieb vorerst auf dem Hof des Butzbacher Polizei-Zentrums stehen und wird nun vom TÜV untersucht.

Titelfoto: Bild-Montage Polizeipräsidium Mittelhessen

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