Nach Panik im BVB-Block: Dortmund fordert "kritische Analyse" der Berliner Polizei!

Dortmund - Aufarbeitung abgeschlossen! Borussia Dortmund hat sich erstmals offiziell zu den Vorfällen beim Bundesliga-Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin geäußert (TAG24 berichtete).

Beim Auswärtsspiel des BVB beim 1. FC Union Berlin war im Gästeblock eine Menge los.
Beim Auswärtsspiel des BVB beim 1. FC Union Berlin war im Gästeblock eine Menge los.  © Andreas Gora/dpa

Es habe intensive Gespräche "mit Fans, Mitarbeitern und weiteren Augenzeugen" gegeben, so der BVB.

Deshalb "wünscht sich der BVB auch von der Berliner Polizei eine kritische Analyse."

Denn die Aufarbeitung habe ergeben: "Statt durch bloße Präsenz deeskalierend zu wirken, als rund 100 Union-Anhänger aufgrund einer stabilen Zaunanlage vergeblich versuchten, sich Zugang zum Gäste-Fanblock zu verschaffen, setzte die Polizei direkt Reizgas ein und löste panische Reaktionen aus."

Dortmund bezog weiter klar Stellung: "Aus Sicht des BVB erfolgte der Reizgas-Einsatz aus nicht nachvollziehbaren Gründen und z.T. von Positionen, die es nicht erlaubten, die wenigen gewaltbereiten Fans vom Gros der Unbeteiligten zu separieren."

Denn: "Viele friedliche Fans, unter ihnen Eltern mit Kindern, wurden in den hinteren Reihen durch Reizgas verletzt.

Die Polizei spricht auf Anfrage des BVB von 99 Hilfeleistungen des Sanitäts-/Rettungsdienstes im Umfeld der Partie."

BVB spricht von "vielen unbeteiligten Verletzten"

Die Polizei versprühte schnell Reizgas, was der BVB in seiner Stellungnahme bestätigte.
Die Polizei versprühte schnell Reizgas, was der BVB in seiner Stellungnahme bestätigte.  © Paul Zinken/dpa

Die Schwarz-Gelben ergänzten: "Bei 23 sei das Reizgas die sichere Ursache, zur Ursache der übrigen 76 Hilfeleistungen lägen aktuell keine Erkenntnisse vor."

So schlussfolgert Dortmund in der Pressemitteilung: "Aus unserer Sicht nicht akzeptabel: BVB-Fanbeauftragte und Fanprojekt-Mitarbeiter wurden mitunter an ihrer Arbeit gehindert und körperlich angegangen. Interventions- und Konflikt-Arbeit war so kaum möglich."

Und: "Im Sinne der vielen unbeteiligten Verletzten wünschen wir uns auch von der Polizei eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen – aus unserer Sicht nicht schlüssigen – Strategie. Damit sich Szenen wie die vom 31. August nicht wiederholen."

Darüber hinaus stellte der BVB klar: "Um keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen: Borussia Dortmund toleriert keine Fan-Gewalt, auch keine reaktive! Nachweislich gewalttätige Fans grenzen wir aus!"

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