Holt der BVB ein albanisches Abwehrjuwel aus Italien?

Dortmund - Verstärkt sich der BVB mit einem weiteren großen Talent? Borussia Dortmund soll seine Fühler nach Marash Kumbulla (19) von Hellas Verona ausgestreckt haben.

Marash Kumbulla (l.) feierte am 5. Oktober beim 2:0-Sieg gegen Sampdoria Genua seine Torpremiere für Hellas Verona. Hier wird jubelt er mit Vorlagengeber Miguel Veloso (M.).
Marash Kumbulla (l.) feierte am 5. Oktober beim 2:0-Sieg gegen Sampdoria Genua seine Torpremiere für Hellas Verona. Hier wird jubelt er mit Vorlagengeber Miguel Veloso (M.).  © imago images / LaPresse

Das berichtet "Sky Italia". Die Schwarz-Gelben seien der Meldung zufolge nicht der einzige Klub, der Interesse an dem Innenverteidiger hat. Auch Inter Mailand, Manchester United und der FC Chelsea hätten Kumbulla auf dem Zettel.

Der zentrale Abwehrspieler schaffte in dieser Saison nämlich seinen Durchbruch in der italienischen Serie A.

Nur eine Gelb-Rot-Sperre und eine Verletzung des Beinbeugermuskels verhinderten, dass er noch öfter spielte. Doch auch so kam Kumbulla auf 13 Einsätze und besticht mit starken Leistungen.

Deshalb wurde er auch in die albanische Nationalmannschaft berufen und feierte dort am 14. Oktober 2019 sein Debüt beim 4:0-Sieg in der EM-Qualifikation in Moldawien. Er kam in der 89. Minute für Ardian Ismajli von Hajduk Split.

Dabei wurde Kumbulla in Italien in Peschiera del Garda, nur gut 30 Kilometer westlich von Verona gelegen, geboren.

Der 1,85 Meter große Kicker ist deshalb ein echtes Eigengewächs des Vereins und gehört seit Sommer 2018 zum Profikader. Er feierte am Ende der Saison 2018/19 den Aufstieg in die Serie A und ist dort unter seinem kroatischen Trainer Ivan Juric gesetzt.

Marash Kumbulla steht mit Hellas Verona vor dem AC Mailand und SSC Neapel

BVB-Coach Lucien Favre (l.) hat mit Mats Hummels, Manuel Akanji, Dan-Axel Zagadou und Leonardo Balerdi aktuell vier Innenverteidiger im Kader.
BVB-Coach Lucien Favre (l.) hat mit Mats Hummels, Manuel Akanji, Dan-Axel Zagadou und Leonardo Balerdi aktuell vier Innenverteidiger im Kader.  © dpa/David Inderlied

Das ist auch wenig verwunderlich, vereint Kumbulla doch alle Anlagen, die einen modernen Innenverteidiger ausmachen.

Er ist zweikampfstark, verfügt über ein erstklassiges Stellungsspiel, ahnt Situationen voraus, weiß sich in Kopfballduellen zu behaupten, hat eine gute Spieleröffnung und ist zudem auch noch schnell. Dieses Gesamtpaket macht ihm zum größten Juwel, das Verona im Kader hat.

Kumbulla kommt meist als linker zentraler Abwehrspieler in einer Dreierkette zum Einsatz - übrigens oft an der Seite von Ex-BVB-Spieler Koray Günter (25), der sechs Jahre für die Schwarz-Gelben die Fußballschuhe schnürte und Kumbulla daher einige Tipps zu Dortmund geben kann.

Die beiden haben gemeinsam entscheidenden Anteil daran, dass Hellas mit nur 21 Gegentoren in 18 Spielen zusammen mit dem AS Rom die viertbeste Defensive der Liga stellt und auf Tabellenplatz neun liegt - einen Platz vor dem AC Mailand um Rückkehrer Zlatan Ibrahimovic und zwei Ränge vor dem SSC Neapel!

All das macht Kumbulla begehrt, weshalb Dortmund bei einem möglichen Sommertransfer im zweistelligen Millionenbereich in die Tasche greifen müsste. Denn er steht bei Verona noch bis zum 30. Juni 2022 unter Vertrag.

Momentan stehen beim BVB mit Abwehrchef Mats Hummels, Manuel Akanji, Dan-Axel Zagadou und Leonardo Balerdi allerdings vier gelernte Innenverteidiger im Kader, weshalb kein dringender Handlungsbedarf besteht.

Mehr zum Thema Borussia Dortmund:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0