Ex-Spieler Yarmolenko kritisiert BVB-Abschied: Art und Weise "gefiel mir nicht"!

Dortmund - Mit der Art des Abschieds bei Borussia Dortmund war er nicht glücklich! Der frühere BVB-Spieler Andrii Yarmolenko (29) hat sich in einem Interview zu seinem Aus bei den Schwarz-Gelben zu Wort gemeldet.

Andrii Yarmolenko wechselte im Sommer 2017 für 25 Millionen Euro Ablöse von Dynamo Kiew zum BVB, der ihn nur ein Jahr später für 20 Millionen Euro an West Ham United verkaufte.
Andrii Yarmolenko wechselte im Sommer 2017 für 25 Millionen Euro Ablöse von Dynamo Kiew zum BVB, der ihn nur ein Jahr später für 20 Millionen Euro an West Ham United verkaufte.  © dpa/EPA/CESARE ABBATE
Dem ukrainischen Onlineportal "Sport.ua" sagte der Angreifer, dass es ihn überrascht hatte, schon nach einem Jahr wieder vom BVB abgegeben worden zu sein: "Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich Dortmund so schnell verlassen würde. Aber jetzt bin ich sehr froh, dass ich nach England gegangen bin. Bei West Ham bin ich glücklich", so der 81-fache ukrainische Nationalspieler (36 Tore).

Er war enttäuscht, wie es bei der Borussia für ihn zu Ende ging: "Ich bin kein Mädchen, das beleidigt ist“, verdeutlichte der Dribbelkünstler: "Aber die Art, wie sie sich von mir getrennt haben, gefiel mir nicht."

Dortmund sei ein "großartiger Verein" und sollte "mit großem Respekt behandelt werden". Doch "in Dortmund hat mir nicht viel gefallen."

In England gebe es eine "viel bessere Einstellung zu den Spielern" und die Atmosphäre in der Kabine sei ebenfalls "hundertprozentig besser", was auch am Humor liege, der den ukrainischen Witzen nahe käme.

Er selbst gibt allerdings auch zu, beim BVB "gute als auch schlechte Spiele" gehabt zu haben. Das ist für einen Neuzugang auch wenig verwunderlich, denn er erwischte in Dortmund eine vergleichsweise unruhige Saison.

Andrii Yarmolenko war in einer schwierigen Saison beim BVB

Andrii Yarmolenko gefiel die Art und Weise seines Abschieds beim BVB nicht.
Andrii Yarmolenko gefiel die Art und Weise seines Abschieds beim BVB nicht.  © Bernd Thissen/dpa

Erst war Peter Bosz Trainer, der anfangs für seinen begeisternden Offensivstil gelobt wurde. Doch die anderen Teams entdeckten schnell die Schwachstellen dieser Taktik und legten die Probleme in der Dortmunder Defensive offen.

Deshalb musste der heutige Coach von Bayer 04 Leverkusen gehen und wurde von Peter Stöger abgelöst.

Als wäre diese Unruhe noch nicht genug gewesen, verletzte sich Yarmolenko auch noch am Fuß und fiel wochenlang aus, weshalb er zum Saisonende hin nur noch zu zwei Kurzeinsätzen kam.

Dennoch erzielte er in 26 Spielen sechs Tore und bereitete genauso viele Treffer direkt vor. Deshalb ist es schon verständlich, dass Yarmolenko seinen Abschied kritisch beurteilt, war der BVB doch seine allererste Station im Ausland, nachdem er für Kiew 340 Spiele (137 Tore, 90 Vorlagen) absolviert hatte.

Und wer weiß, wie es in der Folgesaison gelaufen wäre? So transferierte ihn Dortmund mit einem Transferminus von fünf Millionen Euro zu West Ham United, wo er sich im Oktober 2018 einen Achillessehnenriss zuzog und anschließend bis Anfang Juli 2019 ausfiel.

Als er dann am 31. August in der Premier League für die "Hammers" das 2:0 gegen Norwich City erzielte, war die Erleichterung groß: "Eines der wichtigsten Tore meiner Karriere", sagte Yarmolenko anschließend.

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