BVB kündigt 500 Fans die Dauerkarten! Doch Dortmund hat dafür einen triftigen Grund

Dortmund - Bittere Nachricht für 500 BVB-Anhänger: Sie dürfen sich für die kommende Spielzeit keine Dauerkarte holen! Das geschieht jedoch aus einem nachvollziehbaren Grund.

Der Signal Iduna Park ist fast immer ausverkauft. Umso bitterer für Fans, die gerne Karten gehabt hätten, wenn dann Plätze von Dauerkarteninhabern leer bleiben.
Der Signal Iduna Park ist fast immer ausverkauft. Umso bitterer für Fans, die gerne Karten gehabt hätten, wenn dann Plätze von Dauerkarteninhabern leer bleiben.  © DPA

Denn diese Karteninhaber besuchten jeweils weniger als sieben Heimspiele, ihre Plätze blieben also frei, obwohl die Ticket-Nachfrage in und um Dortmund riesengroß ist.

Dabei sind die Schwarz-Gelben den Anhängern sogar entgegengekommen, berichten die "Ruhr Nachrichten".

Denn eigentlich besagt die "No-Show-Rate", dass ein Dauerkarteninhaber mindestens zehn Heimspiele besuchen muss, um sich auch in der kommenden Spielzeit wieder ein Saisonticket sichern zu dürfen.

Dazu hätten die bisherigen Inhaber ihre Karten auch auf dem Zweitmarkt beim BVB anbieten können und ihr Saisonticket eine weitere Spielzeit behalten können.

Wegen dieser vom BVB eingeführten "No Show-Rate" werden die Tickets nun anderweitig vergeben.

Schließlich ist die Schlange, die nach ihnen kommt, gewaltig. So ist der Signal Iduna Park mit seinen 81.365 Plätzen fast immer ausverkauft. Zusätzlich gab es vor der abgelaufenen Spielzeit weitere 50.000 (!) Bewerbungen auf Dauerkarten bei der Borussia.

Dabei hat der Deutsche Vizemeister 55.000 Dauerkarteninhaber zugelassen, was bedeutet, dass die vergleichsweise wenigen frei verfügbaren Tickets oft schon nach kurzer zeit vergriffen sind.

"No-Show-Rate" gegen leere Plätze

Die "No-Show-Rate" wurde in Kooperation mit BVB-Fan- und Förderabteilung und dem Fanrat ins Leben gerufen.
Die "No-Show-Rate" wurde in Kooperation mit BVB-Fan- und Förderabteilung und dem Fanrat ins Leben gerufen.  © DPA

Das wiederum sorgt verständlicherweise für Unmut, wenn 500 Sitze einfach leer bleiben.

Geschäftsführer Carsten Cramer sagte bereits vor knapp einem Jahr auf der Dortmunder Website: "Wir mussten leider zunehmend feststellen, dass in der Vergangenheit bei Bundesliga-Heimspielen viele Dauerkarten ungenutzt geblieben sind, während viele Fans aufgrund der hohen Nachfrage keine Einzeltickets erwerben konnten. Der BVB hat die No-Show-Rate eingeführt mit dem Ziel, die Anzahl nicht genutzter Dauerkarten pro Spiel spürbar zu verringern. Dadurch soll in Bezug auf die hohe Ticketnachfrage sichergestellt werden, dass das Privileg einer Dauerkarte nicht auf Kosten anderer Fans ausgenutzt wird."

Diese "No-Show-Rate" sei übrigens in Kooperation mit "BVB-Fan- und Förderabteilung und dem Fanrat" ins Leben gerufen worden.

Auch andere Vereine überlegen, wie sie den Event-Fans entgegenwirken können, die sich eine Dauerkarte holen und sich dann nur die Highlights wie die Partie gegen den FC Bayern München oder den Erzrivalen FC Schalke 04 im Stadion anschauen.

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