BVB sucht Pulisic-Nachfolger: Kommt Premier-League-Star?

Dortmund - Neue Spieler für Borussia Dortmund? Die Gerüchteküche brodelt, jetzt, wo das Ende des Winter-Transferfensters in Sichtweite kommt.

Wilfried Zaha (l.) im Duell mit Chelseas deutschem Nationalspieler Antonio Rüdiger (r.).
Wilfried Zaha (l.) im Duell mit Chelseas deutschem Nationalspieler Antonio Rüdiger (r.).  © DPA

Vor allem soll der BVB großes Interesse an Wilfried Zaha (26) haben, der offensiv flexibel einsetzbar- und seit mehreren Jahren Stammspieler in der Premier League ist, wo er momentan bei Crystal Palace mit dem Ex-Schalker Max Meyer (23) zusammenspielt.

Laut der englischen Zeitung "The Guardian" soll Dortmund sogar bereit sein, für den 26-Jährigen eine Rekord-Ablösesumme von circa 50 Millionen Euro auf den Tisch zu legen.

Genau dazu sollen die BVB-Verantwortlichen dem Vernehmen nach im letzten Sommer nicht bereit gewesen sein, als sie auch schon am pfeilschnellen Flügelflitzer dran waren.

Nun aber, nach dem Abgang von Christian Pulisic (20), der auf sportlicher Seite eine Lücke hinterlässt, den Borussen auf finanzieller Seite allerdings mit 64 Millionen Euro großen Spielraum verschafft, ist der BVB spätestens im Sommer zum Handeln gezwungen.

Zaha wäre dabei eine große und dementsprechend teure Lösung.

Wilfried Zaha hat bereits mehrere Jahre Erfahrung in Englands höchsten Spielklassen gesammelt.
Wilfried Zaha hat bereits mehrere Jahre Erfahrung in Englands höchsten Spielklassen gesammelt.  © DPA

Der Nationalspieler der Elfenbeinküste (neun Länderspiele, zwei Tore) hat bereits 163 Spiele in der Premier League absolviert (25 Tore, 28 Vorlagen) und kam zusätzlich auch 126 Mal in der zweiten englischen Spielklasse Championship zum Einsatz (13 Tore, 22 Vorlagen).

Der frühere englische Internationale hat also bereits viel Erfahrung gesammelt, ist aber dennoch erst Mitte 20 und würde gut ins Schema des BVB passen: Er spielt bevorzugt auf den offensiven Außenbahnen, wo er mit seinen starken Dribblings, seiner erstklassigen Technik und seiner hohen Geschwindigkeit für viel Betrieb sorgt. Zusätzlich kann er auch im Mittelsturm spielen.

Und Dortmunds Trainer Lucien Favre ist auf der Suche nach genau solchen polyvalent einsetzbaren Spielern. Ob die Borussia für einen Kicker, der bei Manchester United allerdings gescheitert ist und nach nur vier Einsätzen wieder zurück zu seinem Jugendverein Crystal Palace kehrte, aber eine solch horrende Ablösesumme bezahlen sollte, sei mal dahingestellt.

Denn für so einen Preis wäre sicherlich auch der seit dieser Saison deutlich effektivere Thorgan Hazard von Borussia Mönchengladbach loszueisen.

Ein weiterer Gladbacher beim BVB im Gespräch

Gladbachs Denis Zakaria (r.) im Duell mit Dortmunds Lukasz Piszczek.
Gladbachs Denis Zakaria (r.) im Duell mit Dortmunds Lukasz Piszczek.  © DPA

Und auch an einem Teamkollegen Hazards soll der BVB interessiert sein: So soll Favres Landsmann Denis Zakaria (22) in den Fokus der Dortmunder gerückt sein.

Allerdings hat Gladbachs Manager Max Eberl einem möglichen Wechsel des schweizer Nationalspielers laut dem "Express" bereits einen Riegel vorgeschoben.

Denn obwohl der kantige Sechser in dieser Saison keinen Stammplatz bei Mönchengladbach hat, ist sein enormes Potenzial doch unverkennbar.

Beim BVB könnte er den abwanderungswilligen Julian Weigl (23) ersetzen und gleichzeitig Axel Witsel (30) entlasten und in einigen Jahren auch dessen Nachfolger werden.

Wahrscheinlich ist ein Wechsel im Winter allerdings nicht.

Dazu soll ein anderer, hierzulande nahezu gänzlich unbekannter Akteur soll beim BVB laut dem belgischen Portal Voetbalnieuws auf dem Zettel stehen: Jonathan David (19) vom KAA Gent.

Keine Chance auf Spielanteile: Alexander Isak (r.) wurde vom BVB für die Rückrunde an Willem II Tilburg ausgeliehen.
Keine Chance auf Spielanteile: Alexander Isak (r.) wurde vom BVB für die Rückrunde an Willem II Tilburg ausgeliehen.  © DPA

Der gelernte Mittelstürmer hat bereits drei Länderspiele für Kanada absolviert und drei Mal getroffen, ist seit dieser Saison außerdem Stammspieler in Belgien (23 Spiele) und hat auch dort einige Tore erzielt (sieben).

Der in Brooklyn geborene David mit Wurzeln in Kanada und Haiti ist durchsetzungsstark, schnell, hat einen ausgeprägten Instinkt und Zug zum Tor.

Sein Entwicklungspotenzial ist groß, ganz günstig wäre er wohl nicht. Zumal ihn neben Dortmund auch noch Bayer 04 Leverkusen, Gladbach, der SC Freiburg und die TSG 1899 Hoffenheim beobachten sollen.

Eventuell käme der Schritt zum BVB auch noch zu früh für den Angreifer.

Doch ein wenig ist die Borussia in Zugzwang, nachdem am Freitagmittag Alexander Isak in die Niederlande zu Willem II Tilburg ausgeliehen wurde, damit er endlich wieder Spielpraxis auf höherem Niveau sammelt, als in der viertklassigen Regionalliga West beim BVB II.

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