BVB nach Sieg gegen Bayern schon uneinholbar?

Berlin - Wer soll diesen BVB noch stoppen? Dem FC Bayern München ist das trotz einer starken ersten Halbzeit nicht gelungen. Dortmund zeigte sich unbeeindruckt von der ersten Pflichtspiel-Niederlage der Saison bei Atletico Madrid in der Champions League.

Führte den BVB mit einer weiteren überragenden Leistung zum Sieg: Dortmund Kapitän Marco Reus (r.). Im Hintergrund Teamkollege Lukasz Piczszek.
Führte den BVB mit einer weiteren überragenden Leistung zum Sieg: Dortmund Kapitän Marco Reus (r.). Im Hintergrund Teamkollege Lukasz Piczszek.  © DPA

Auch der Rückstand und die stellenweise deutliche Unterlegenheit in der ersten Hälfte ließ die Elf von Trainer Lucien Favre nicht verzagen.

So entwickelte sich ein sogar noch spektakuläreres Spiel als vor fünf Wochen gegen den stark auftretenden FC Augsburg (4:3) und wieder behielt Dortmund mit 3:2 knapp die Oberhand.

Die Stärke eines kommenden Meisters? Die Mischung aus aufstrebenden Youngsters wie Jadon Sancho und erfahrenen Anführern wie Axel Witsel stimmt momentan jedenfalls.

Deshalb war die Partie zwischen dem BVB und keinesfalls enttäuschenden Münchnern ein weiteres Indiz dafür, dass die Bundesliga in dieser Spielzeit an Qualität hinzugewonnen hat.

Zumal die Neuzugänge von Dortmund alle eingeschlagen haben und ansehnlichen Fußball garantieren, der oft in mitreißenden Partien mündet.

Auch bei der zweiten Borussia der 1. Liga sorgt ein Neuzugang für Furore: Alassane Plea (TAG24 berichtete) steht sinnbildlich für den Aufschwung Mönchengladbachs.

Plea erledigt Bremen, RB, Frankfurt und TSG als Verfolger

Kommt aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus: Gladbachs Sturmstar Alassane Plea.
Kommt aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus: Gladbachs Sturmstar Alassane Plea.  © DPA

In wettbewerbsübergreifend zwölf Spielen traf Plea elf Mal und bereitete drei weitere Tore direkt vor -eine überragende Quote!

Wie er am Samstagnachmittag den SV Werder Bremen mit seinem Dreierpack im Alleingang erledigte - das war großes Kino!

Mit diesem Mix aus mannschaftlicher Geschlossenheit und individueller Klasse dürfte Gladbach lange Zeit vorne mitmischen.

Wie auch der Dritte RasenBallsport Leipzig, der Bayer Leverkusen die nächste klare Niederlage verpasste und spielerisch leicht mit 3:0 gewann.

Mit Eintracht Frankfurt (3:0 gegen den FC Schalke 04) schob sich außerdem ein starkes Überraschungsteam an den Bayern vorbei.

In deren Windschatten ist mittlerweile auch die TSG 1899 Hoffenheim angekommen, die mit einem hart erkämpften 2:1-Erfolg über Augsburg den Sprung auf den sechsten Platz schaffte und den Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigte.

Teams im Tabellenkeller mucken auf, Klatsche für die SGD

Versteht die Welt nicht mehr: Robert Lewandowski traf für die Bayern gegen seinen Ex-Verein Borussia Dortmund doppelt und ging trotzdem als Verlierer vom Platz.
Versteht die Welt nicht mehr: Robert Lewandowski traf für die Bayern gegen seinen Ex-Verein Borussia Dortmund doppelt und ging trotzdem als Verlierer vom Platz.  © DPA

Im Abwärtstrend befindet sich dagegen neben den Bremern auch Hertha BSC. In Unterzahl fiel die Mannschaft von Pal Dardai bei Abstiegskandidat Düsseldorf mit einem hanebüchenen Abwehrverhalten auf und verlor gegen die spielerisch arg beschränkt wirkende Fortuna auch in der Höhe verdient mit 1:4.

Es wird Zeit für eine Trendwende! Denn nicht nur der Düsseldorfer Sieg, auch der 2:0-Erfolg des VfB Stuttgart beim 1. FC Nürnberg und Hannovers Befreiungsschlag gegen den VfL Wolfsburg (2:1) sorgten dafür, dass die Mittelfeldteams wieder aufmerksamer in den Tabellenkeller schauen müssen - die kommenden Wochen versprechen viel Spannung!

In der 2. Bundesliga sorgte der geschichtsträchtige 8:1-Kantersieg des 1. FC Köln gegen ein heillos überfordertes Dynamo Dresden für Aufsehen und die höchste Niederlage in der traditionsreichen Vereinsgeschichte der SGD.

Vor dem Spiel konnte man mit vielem rechnen - damit aber nun wirklich nicht! Denn die Kölner hatten zuvor fünf Pflichtspiele nicht gewinnen können und schossen sich den ganzen Frust der letzten Wochen von der Seele.

HSV vorne, Braunschweigs Absturz, erste CFC-Niederlage

Eintracht Braunschweig ist mittlerweile abgeschlagener Tabellenletzter in der 3. Liga.
Eintracht Braunschweig ist mittlerweile abgeschlagener Tabellenletzter in der 3. Liga.  © DPA

An der Tabellenspitze bleibt der Hamburger SV, der auch das schwierige Auswärtsspiel beim FC Erzgebirge Aue dank seiner individuellen Klasse für sich entschied (3:1).

Am anderen Ende der Tabelle steht in der 3. Liga Eintracht Braunschweig. Für die Niedersachsen wird die Lage immer bedrohlicher. Auch gegen den KFC Uerdingen verloren die "Löwen" und sind nun mit nur neun Punkten in 15 Spielen abgeschlagen Tabellenletzter.

Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt schon acht Punkte. Es hat den Anschein, dass die traditionsreiche Eintracht, die vor vier Jahren noch in der 1. Bundesliga spielte, bis in die Regionalliga Nord durchgereicht wird.

In der Viertklassigkeit angekommen ist schon vor der Saison der Chemnitzer FC, der mit einer unfassbaren Siegesserie für Schlagzeilen sorgte. Diese wurde am Samstagnachmittag vom FC Viktoria 89 Berlin durchbrochen (0:1).

So beträgt der Vorsprung auf den Berliner Athletik Klub 07 (3:1-Sieg gegen den ZFC Meuselwitz) nach 16 Liga-Spielen "nur" noch zehn Punkte!

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