Frisch aus der Gerüchteküche: BVB wirft Auge auf Liverpool-Star

Dortmund - Wäre er eine Verstärkung für den BVB? Die Borussia soll laut dem Kicker an Liverpools-Ersatzstürmer Divock Origi interessiert sein, der vergangene Saison an den VfL Wolfsburg ausgeliehen war und seine Klasse dort nur selten nachweisen konnte.

Absolvierte bisher 25 Länderspiele für Belgien (drei Tore): Divock Origi (r.), hier beim EM-Gruppenspiel 2016 gegen Italiens Leonardo Bonucci (l.).
Absolvierte bisher 25 Länderspiele für Belgien (drei Tore): Divock Origi (r.), hier beim EM-Gruppenspiel 2016 gegen Italiens Leonardo Bonucci (l.).  © DPA

Für die "Wölfe" absolvierte er in der abgelaufenen Spielzeit insgesamt 36 Spiele, traf sieben Mal und bereitete weitere drei Tore direkt vor.

In der Rückrunde, wo Wolfsburg ihm so sehr vertraute, dass man sogar Mario Gomez nach Stuttgart ziehen ließ, erzielte er allerdings nur zwei Tore und kam trotz Mangels an Alternativen mitunter sogar nur von der Bank ins Spiel.

Auch ein Grund, weshalb der VfL auf den Abstiegsrelegationsplatz abrutschte und sich in den zwei Duellen mühsam gegen Holstein Kiel durchsetzte.

Gerade im Hinspiel zeigte Origi dann mal seine Fähigkeiten, traf und bereitete ein Tor vor, war damit der Mann des Spiels, weil er auch sonst zeigte, warum er einige Jahre als Belgiens große Sturmhoffnung neben Romelu Lukaku galt und bereits mit 19 Jahren sein Nationalmannschaftsdebüt für die "Roten Teufel" gab.

Er band mehrere Abwehrspieler, strahlte Torgefahr aus, zeigte Präsenz und die seltene Mischung aus körperlicher Eleganz und Wucht.

Hat wegen der starken Konkurrenz bei Liverpool unter Trainer Jürgen Klopp (l.) nur geringe Einsatzchancen: Divock Origi (r.).
Hat wegen der starken Konkurrenz bei Liverpool unter Trainer Jürgen Klopp (l.) nur geringe Einsatzchancen: Divock Origi (r.).

Angefangen hat für Origi alles in Oostende, Belgien, wo der heute 23-Jährige geboren wurde. Nachdem er bereits im Alter von drei Jahren mit dem Fußballspielen begonnen hatte, wechselte er im Alter von sechs Jahren in die Talentschmiede des KRC Genk, wo er neun Jahre spielte.

Mit 15 Jahren zog es ihn nach Frankreich zum OSC Lille, wo er es bis in die erste Mannschaft schaffte, für die er 89 Spiele absolvierte, 16 Tore erzielte und sechs Treffer direkt vorbereitete.

Der FC Liverpool erkannte früh das Potenzial des 25-fachen belgischen Nationalstürmers und verpflichtete ihn Ende Juli 2014 für 12,63 Millionen Euro.

Allerdings kam er erst 2015 an die "Anfield Road", denn vorher blieb er per Leihe noch eine Spielzeit in Lille.

Obwohl seine Statistik in Liverpool anschließend durchaus gut war, er in 77 Partien 21 Mal einnetzte und sieben weitere Treffer direkt vorbereitete, konnte er sich nie wirklich bei den "Reds" durchsetzen.

Divock Origi hat eine mäßig-erfolgreiche Saison beim VfL Wolfsburg hinter sich.
Divock Origi hat eine mäßig-erfolgreiche Saison beim VfL Wolfsburg hinter sich.

Das würde für ihn in der gerade angelaufenen Spielzeit ebenfalls schwer werden, weil die Offensive um Mohamed Salah, Roberto Firmino, Sadio Mané, Daniel Sturridge, Dominic Solanke und Adam Lallana noch mit Xherdan Shaqiri verstärkt wurde.

Die Einsatzchancen für den schnellen Origi sind aufgrund dieser Weltklasse-Konkurrenz gering. Der BVB wäre deshalb eine gute Alternative für den Stürmer. Origi aber auch für die Schwarz-Gelben?

Die laut Medienberichten kolportierten Liverpooler Ablöseforderungen von 30 Millionen Euro sind doch sehr hoch.

Diese Summe ist der 1,85 Meter große Stürmer kaum wert, weil er bei keinem Verein dauerhaft nachgewiesen hat, dass er ein internationaler Klasse-Angreifer ist und eine hohe Torquote verspricht.

Wenn Ex-Borussia-Coach Jürgen Klopp den Dortmundern finanziell entgegenkommt, ist Origi zumindest eine Überlegung wert - denn bei drei Wettbewerben braucht der BVB definitiv noch Verstärkung in vorderster Front.


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