BVB beim FC Bayern: Darum hatte Dortmund in München keine Chance!

Dortmund - Heftige Abreibung! Borussia Dortmund ging beim FC Bayern München mal wieder unter. Diesmal hieß es 0:4 (0:2). Damit war vor der Partie überhaupt nicht zu rechnen, weil die Trends eigentlich genau gegensätzlich waren.

Coach Lucien Favre wurde mit seinem BVB nach drei Siegen in Folge vom FC Bayern München wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Coach Lucien Favre wurde mit seinem BVB nach drei Siegen in Folge vom FC Bayern München wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.  © dpa/Sven Hoppe

Davon war im Spiel selbst allerdings nichts zu sehen. Da dominierten die angeschlagenen Münchner den dreimal in Folge siegreichen BVB von Beginn an und ließen überhaupt keinen Zweifel aufkommen, wer der Herr im eigenen Haus ist.

Das Entsetzen über die grottenschlechte eigene Leistung war bei den Verantwortlichen groß: "Tempo, Ballannahme, Technik. Wir waren nicht gut", sagte Trainer Lucien Favre bei "Sky" und sprach von einer "großen Enttäuschung."

Doch einen Vorwurf stritt er erregt ab: "Wir waren nicht ängstlich!"

Nun ja, das sahen viele anders. Dortmund agierte mutlos, blutleer, ließ sich zu weit in die eigene Hälfte drängen, kam nicht in die Zweikämpfe und offensiv überhaupt nicht zur Geltung.

Natürlich habe auch viel mit der Leistung der Münchner zu tun gehabt: "Bayern war sehr gut im Ballbesitz", so Favre.

Dazu hätte der Deutsche Rekordmeister "viel schneller" als der BVB gespielt und die Borussia habe außerdem "zu viele Bälle verloren." Der Schweizer Trainer war so kurz nach der Partie sichtlich angeschlagen, rang mit der Fassung und den richtigen Worten: "Es war nichts gut. Unglaublich. Es war sehr schwach von uns."

Lothar Matthäus: "Angsthasenfußball"!

Betretene Gesichter beim BVB: Dortmund ging in München unter.
Betretene Gesichter beim BVB: Dortmund ging in München unter.  © dpa/Sven Hoppe

"Sky"-Experte Lothar Matthäus ging sogar noch einen Schritt weiter und sprach von "Angsthasenfußball".

Auch Mats Hummels war nach dem Spiel an alter Wirkungsstätte ernüchtert, aber gefasst: "Es war heute nicht gut genug" sagte der BVB-Kapitän bei "Sky".

"Gegen den Ball nicht, mit dem Ball nicht", dazu habe Dortmund auch "technisch unsauber" agiert. Außerdem habe man "es verpasst, Tiefe ins Spiel reinzubringen" und als wäre das noch nicht genug, wurden "zu viele Zweikämpfe verloren", so der Weltmeister von 2014.

Sein unglückliches Eigentor zum 0:4 sah er als negativen Höhepunkt an und bezeichnete seine Gefühlslage als "fast tragikomisch."

Auch Dortmunds Sportlicher Leiter Michael Zorc hielt sich nicht mit kritischen Worten zurück: "Wir haben im Prinzip alles vermissen lassen" und sprach von einer "Nicht-Leistung" des BVB.

Er bemängelte weiter: "Wir haben es den Bayern so einfach gemacht!" Man habe zu viele "Bälle hergeschenkt", was "auf diesem Niveau" nicht passieren dürfe." Dabei habe man sich so "viel vorgenommen". So geht man in Dortmund mit einem unguten Gefühl in die Länderspielpause.

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