BVB kurz vor Verpflichtung von deutschem Nationalspieler?

Dortmund - Noch mehr offensive Klasse für den BVB? Borussia Dortmund ist an Julian Brandt (23) von Bayer 04 Leverkusen dran.

Julian Brandt (r.) hat bereits 35 Europapokal-Partien absolviert und mit seinen erst 23 Jahren schon viel Erfahrung gesammelt.
Julian Brandt (r.) hat bereits 35 Europapokal-Partien absolviert und mit seinen erst 23 Jahren schon viel Erfahrung gesammelt.  © DPA

Wie die "Bild" berichtet, sollen sich Brandts Vater Jürgen und BVB-Sportdirektor Michael Zorc "vor rund drei Wochen" getroffen haben.

Das Ziel des Borussen-Verantwortlichen: Den 24-fachen deutschen Nationalspieler im Sommer nach Dortmund zu holen.

Brandt soll eine Ausstiegsklausel in Höhe von 25 Millionen Euro besitzen, die die Schwarz-Gelben gerne ziehen würden.

Der BVB soll dabei in der Pole Position sein, weil das Interesse des FC Bayern München abgeflaut sei.

Brandt spiele nicht konstant genug, dazu seien sich die FCB-Bosse nicht sicher, ob der flinke Flügelflitzer überhaupt die notwendige "Mia-san-mia-Mentalität" mitbringen würde.

Damit fällt der größte Konkurrent für Dortmund weg - wenn Bayern das später mal nicht bereut...

Allerdings gibt es trotzdem noch genügend Vereine, die Brandt gerne bei sich spielen sehen würden.

So werden auch der spanische Spitzenclub Atlético Madrid und der momentan kriselnde französische Meister Paris Saint-Germain als Interessenten genannt.

Das kann Julian Brandt

Julian Brandt stand nicht nur in 24 A-Länderspielen auf dem Platz, sondern war seit der U15 Jugend-Nationalspieler und kam im Junioren-Bereich auf stolze 50 (!) Einsätze für Deutschland.
Julian Brandt stand nicht nur in 24 A-Länderspielen auf dem Platz, sondern war seit der U15 Jugend-Nationalspieler und kam im Junioren-Bereich auf stolze 50 (!) Einsätze für Deutschland.

Ein Transfer in die Serie A komme für den gebürtigen Bremer nicht infrage. Bis zum Saisonende will Brandt aber ohnehin keine Entscheidung fällen und sich darauf konzentrieren, mit Leverkusen noch die Champions League zu erreichen.

Der Weg des 1,86 Meter großen Kickers führte dabei bislang stetig nach oben. Brandt erlernte das Fußballspielen zuerst beim SC Borgfeld (2001-2009), wo er im Alter von fünf Jahren begann und acht Jahre blieb, ehe es ihn zum größeren Bremer Verein FC Oberneuland (2009-2011) zog.

Doch sein Talent war so groß, dass ihn der VfL Wolfsburg (2011-2013) in sein Nachwuchsleistungszentrum holte.

Dort begeisterte Brandt bereits früh in den Jugend-Bundesligen, überzeugte mit seinem Zug zum Tor, seiner engen Ballführung, seiner Spielintelligenz, seiner Kreativität und seinen überraschenden Aktionen.

Schon mit 15 Jahren spielte er in der U17 der "Wölfe" und traf in 25 Spielen starke 14 Mal. Aufgrund seiner schnellen Entwicklung spielte er bereits in der folgenden Saison im goldenen Jahrgang der Wolfsburger U19, wo er im Alter von 16 Jahren überragte und in 28 Spielen 15 Tore erzielte, dazu auch noch 14 Treffer direkt vorbereitete.

Deutscher A-Jugend-Meister mit dem VfL Wolfsburg

Leverkusens Angreifer Julian Brandt steht bei Borussia Dortmund angeblich ganz oben auf dem Zettel.
Leverkusens Angreifer Julian Brandt steht bei Borussia Dortmund angeblich ganz oben auf dem Zettel.

Auch dank ihm wurde der VfL in dieser Spielzeit (2012/13) Deutscher Meister in seiner Altersklasse.

Im Finale wurde im rappelvollen Ostseestadion (18.500 Zuschauer) der FC Hansa Rostock mit 3:1 nach Verlängerung besiegt.

Auch in der kommenden Saison begeisterte Brandt in der U19 weiter, traf in 14 Spielen sechs Mal und bereitete elf Tore direkt vor.

Weil er bei Wolfsburg dennoch nicht die Chance bekam, sich in der Profimannschaft zu beweisen, wechselte er im Winter 2014 für nur 350.000 Euro zu Leverkusen, wo er bereits nach wenigen Wochen Champions League spielte und regelmäßig in der Bundesliga zum Einsatz kam.

Seitdem ist er aus der Bayer-Elf nicht mehr wegzudenken und hat mittlerweile 162 Bundesliga-Partien absolviert, in denen er 32 Tore erzielte und 39 Treffer vorbereitete.

Die Zeit, den nächsten Karriereschritt zu wagen, scheint im Sommer gekommen zu sein.

Mehr zum Thema 1. Bundesliga:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0