Kaufrausch! BVB klaut der Konkurrenz die Stars: Was die Transferoffensive bedeutet

Dortmund - Hoffenheim, Mönchengladbach und Leverkusen: Der BVB kauft kräftig und vergleichsweise kostengünstig bei der Konkurrenz ein. Was hat diese Transferoffensive für die 1. Bundesliga und den Dortmunder Kader zu bedeuten?

BVB-Kapitän Marco Reus und seine Mitspieler in der Offensive bekommen namhafte Konkurrenz.
BVB-Kapitän Marco Reus und seine Mitspieler in der Offensive bekommen namhafte Konkurrenz.  © DPA

Für die anderen ambitionierten Vereine waren die letzten zwei Tage eine klare Ansage: Der Weg in die Champions League führt nur am BVB (und dem FC Bayern München) vorbei!

Erst verpflichtete Dortmund Nico Schulz von der TSG 1899 Hoffenheim. Dann kam am Dienstag erst Thorgan Hazard von Borussia Mönchengladbach und nur knapp fünf Stunden später auch noch Julian Brandt von Bayer 04 Leverkusen hinzu.

Kostenpunkt für alle drei zusammen: Um die 75 Millionen Euro. Zum Vergleich: Alleine für Christian Pulisic (zum FC Chelsea) hat der BVB 64 Millionen Euro eingenommen!

Die Neuen sind allesamt Nationalspieler, Leistungsträger und herausragende Bundesliga-Spieler. Sie werden die ohnehin schon stark besetzte Angriffsformation des Vizemeisters weiter verstärken. Schulz ist allerdings vornehmlich als offensiv ausgeprägter Linksverteidiger eingeplant, kann aber auch eine Position weiter vorne spielen.

Nun stellt sich die Frage: Wo sollen sie spielen? Mit Kapitän Marco Reus, Jadon Sancho, Mario Götze, Paco Alcacer, Raphaël Guerreiro, Jacob Bruun Larsen, Maximilian Philipp und auch Marius Wolf hat Dortmund aktuell acht weitere starke Offensivleute im Kader.

Bislang steht nur Pulisic als Abgang fest. Nach den Zugängen dieser Woche ist es aber wahrscheinlich, dass noch der ein oder andere hinzukommt. Sancho und Guerreiro sollen von internationalen Top-Clubs umworben sein, Philipp könnte innerhalb der Bundesliga wechseln und Bruun Larsen verliehen werden.

BVB-Verantwortliche haben ihre Lehren aus der abgelaufenen Saison gezogen

BVB-Sportdirektor Michael Zorc (l.) und Hans-Joachim "Aki" Watzke haben ganze Arbeit geleistet. (Bildmontage)
BVB-Sportdirektor Michael Zorc (l.) und Hans-Joachim "Aki" Watzke haben ganze Arbeit geleistet. (Bildmontage)  © DPA

Doch selbst dann und im Falle, dass alle anderen fit bleiben, hat Trainer Lucien Favre in der kommenden Spielzeit die Qual der Wahl.

Es könnte sich jedoch gerade im Saison-Endspurt als Faustpfand erweisen, eine so schlagkräftige Angriffsreihe zur Verfügung zu haben und vielseitig durchwechseln zu können.

Denn in der vergangenen Spielzeit musste der BVB aufgrund von Verletzungen und Sperren immer wieder mit einem stark ausgedünnten Kader antreten.

Das soll in der kommenden Saison, wo erneut viele Begegnungen auf hohem Niveau anstehen, anders werden. Ob Meisterschaft, Champions League und DFB-Pokal: Auf Dortmund kommen viele kräftezehrende Englische Wochen zu.

Offensichtlich haben die Verantwortlichen ihre Lehren aus der Saison gezogen und wollen ihren Kader nun breiter aufstellen, um dem FC Bayern München, der wohl ebenfalls aufrüsten wird, auch in Sachen Meisterschaft Paroli bieten zu können.

Die BVB-Verantwortlichen um Geschäftsführer Hans-Joachim "Aki" Watzke und Sportdirektor Michael Zorc sind zu ihren Neuverpflichtungen auf jeden Fall zu beglückwünschen. Es herrscht früh Planungssicherheit in der Offensive, man hat drei Spieler geholt, die Erfahrung haben, dennoch jung sind und die Bundesliga in- und auswendig kennen. Mit Dortmund wird zu rechnen sein!

Von links: Thorgan Hazard , Nico Schulz und Julian Brandt verstärken den BVB. (Bildmontage)
Von links: Thorgan Hazard , Nico Schulz und Julian Brandt verstärken den BVB. (Bildmontage)  © DPA

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