BVB-Frust? Hakimi tritt wütend Wasserflasche weg, auch Reus unzufrieden!

Dortmund - Was war denn da los? Marco Reus und Achraf Hakimi wurden unabhängig voneinander ausgewechselt, worüber sich beide BVB-Stars sehr verärgert zeigten.

Marco Reus war unzufrieden, dass er vorzeitig ausgewechselt wurde. Hier duelliert er sich mit Ex-BVB-Profi Neven Subotic.
Marco Reus war unzufrieden, dass er vorzeitig ausgewechselt wurde. Hier duelliert er sich mit Ex-BVB-Profi Neven Subotic.  © dpa/Guido Kirchner

Für Hakimi war in der 64. Minute beim Zwischenstand von 2:0 für Borussia Dortmund gegen den 1. FC Union Berlin (5:0) Schluss. Er trat wütend eine Wasserflasche weg und gestikulierte, konnte seinen Frust in diesem Moment nicht verbergen.

Acht Minuten später nahm Coach Lucien Favre auch Reus vom Feld, der sauer ein Armschweißband zu Boden warf.

BVB-Lizenzspielerchef sagte dazu bei "Sky": "Die Jungs wollen natürlich so viel wie möglich spielen. Jeder kämpft um seinen Platz. Der Konkurrenzkampf bei uns ist hoch, wir haben eine starke Bank. Man muss es dann auch akzeptieren. Ich werde mit Marco nochmal sprechen, was es in dem Moment war."

Beide Szenen passten nicht in das sonst so harmonische sportliche Dortmunder Bild am Samstag, sprechen aber auch für den Ehrgeiz beider Spieler. Doch die Wechsel waren nachvollziehbar. Der BVB war so klar überlegen, dass es sich Favre erlauben konnte, die zwei Leistungsträger vorzeitig vom Feld zu nehmen.

Schließlich steht am Dienstag (20.45 Uhr) das DFB-Pokal-Achtelfinale beim SV Werder Bremen an, wo nicht nur die Ex-Dortmunder Nuri Sahin und Ömer Toprak besonders motiviert sein dürften.

Erling Haaland bricht den nächsten Rekord, auch Jadon Sancho überragt

Marco Reus (r.) und Achraf Hakimi (M.) machten beide ihrem Unmut nach ihren Auswechslungen Luft.
Marco Reus (r.) und Achraf Hakimi (M.) machten beide ihrem Unmut nach ihren Auswechslungen Luft.  © dpa/Bernd Thissen

Wenn die Schwarz-Gelben allerdings so auftreten, wie gegen Union, dürfte es für den SVW eine echte Herkulesaufgabe werden.

Denn die Schwarz-Gelben ließen den Eisernen nicht den Hauch einer Chance. Das gesamte Spiel über war ein qualitativer Klassenunterschied zu erkennen.

Wenn die Borussia phasenweise nicht so verspielt und zielstrebiger agiert hätte, wäre ein wohl noch höherer Sieg zustandegekommen.

Doch auch so traf Wunderstürmer Erling Haaland zweimal und stellte damit den nächsten Bundesliga-Rekord auf: kein anderer Kicker hat in seinen ersten drei Einsätzen sieben Tore erzielt.

Die "norwegische Bestie" feierte ihr Startelfdebüt und obwohl sie nur 22 Prozent ihrer Zweikämpfe gewann, überwogen die positiven Aspekte. Denn Haaland hatte nicht nur zum wiederholten Male seine Kaltschnäuzigkeit unter Beweis gestellt, sondern auch noch den Elfmeter, der zum 3:0 von Reus führte, herausgeholt.

Die Leistung von Flügelflitzer Jadon Sancho darf ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Er dribbelte den Köpenickern teilweise Knoten in die Beine, behielt dabei oft die Übersicht, traf selbst und bereitete vor. Nun hat er in 18 Liga-Spielen 12 Tore erzielt und 13 Treffer direkt vorbereitet - eine Weltklasse-Quote!

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