BVB: Nach Mandzukic fällt wohl nächster Sturm-Kandidat weg, was macht Haaland?

Dortmund - Nicht wenige haben Mario Mandzukic als mögliche Lösung für das Stürmerproblem von Borussia Dortmund gesehen. Doch den 33-Jährigen zog es von Juventus Turin nicht in die Bundesliga, sondern nach Katar. Ein weiterer potentieller Stürmer von internationalem Top-Niveau liebäugelt indes mit einem Wechsel in die MLS.

Es lief im letzten halben Jahr nicht mehr wirklich rund für Mario Mandzukic bei der "Alten Dame" aus Turin.
Es lief im letzten halben Jahr nicht mehr wirklich rund für Mario Mandzukic bei der "Alten Dame" aus Turin.  © Jonathan Moscrop/CSM via ZUMA Wire/dpa

"Wir hätten einen zweiten Neuner verpflichten müssen". Das sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Ende November bei der Mitgliederversammlung von Borussia Dortmund und räumte damit einen Fehler in der Kaderplanung des amtierenden Vizemeisters ein.

Die Dortmunder gingen das Risiko ein, mit lediglich einer gelernten "Neun" in die Saison zu gehen. Nach 26 von teils massiven Leistungsschwankungen geprägten Pflichtspielen (Supercup, Liga, Champions-League, DFB-Pokal) später weiß man: Der Plan ging nicht auf.

Jetzt soll im Winter nachjustiert werden. Viele Namen wurden gehandelt. Der aktuell wohl heißeste ist der des erst 19-jährigen Erling Haaland von Red Bull Salzburg. Doch der wird inzwischen in fast ganz Europa gejagt - ein Wechsel ist somit keine ganz so einfache Aufgabe.

Zur möglichen A-Lösung gesellen sich auch eine Reihe anderer Stürmer, die in das Profil der Dortmunder passen könnten. Zwei Namen die im europäischen Top-Fußball bereits schon das ein oder andere Ausrufezeichen gesetzt haben, wären Mario Mandzukic (33) und Olivier Giroud (33).

Der Kroate wird es schon mal nicht. Die Bundesliga-Rückkehr des ehemaligen Wolfsburgers und Münchners ist vom Tisch. "Mandzu" streift sich ab dem 1. Januar 2020 das Trikot des katarischen Erstligisten Al Duhail Sports Club über.

Olivier Giroud will zur Euro 2020, ist er wirklich einer für Borussia Dortmund?

Ebenfalls unzufrieden mit seiner derzeitigen Situation: Olivier Giroud. Ist er einer für den BVB?
Ebenfalls unzufrieden mit seiner derzeitigen Situation: Olivier Giroud. Ist er einer für den BVB?  © Francois Mori/AP/dpa

Und Giroud? Der Franzose will unbedingt zur Euro 2020. Doch beim FC Chelsea kommt der Franzose unter Trainer Frank Lampard auf gerade einmal 191 Liga-Minuten aufgeteilt auf fünf Einsätze. Die Trennung Girouds von den Blues ist so gut wie beschlossene Sache. Doch wohin des Weges?

Der 33-Jährige soll auch beim BVB in den Überlegungen eine Rolle spielen. Für ihn spräche, dass er erfahren ist und der Offensive mit seiner Klasse, die er noch immer hat, auf jeden Fall einen Schub verleihen könnte. Mit Trainer Lucien Favre hätte der Franzose auch kein Verständigungsproblem, auch wenn die Bundesliga für ihn Neuland wäre.

Dagegen spricht neben dem Fakt, dass er sich bereits im Spätherbst seiner Laufbahn befindet, dass ihm mittlerweile auch andere Offerten vorliegen sollen, die ihm wohl deutlich mehr zusagen würden.

So soll die "L'Equipe" erfahren haben, dass unter anderem Inter Mailand und Olympique Lyon Interesse hinterlegt haben sollen.

Giroud liebäugelt mit der MLS, Erling Haaland kann es sich aussuchen

Top-Talent Haaland. Er ist die A-Lösung beim BVB.
Top-Talent Haaland. Er ist die A-Lösung beim BVB.  ©  -/apa/dpa

In Mailand wäre ihm ein Stammplatz im Hinblick auf die Konkurrenz um Romelu Lukaku (26) und Lautaro Martínez (22) jedoch nicht wirklich sicher. In Lyon könnte er in seiner Heimat hingegen die nötigen Körner und Punkte sammeln, um im Sommer nächsten Jahres für Les-Bleus-Cheftrainer Didier Deschamps (51) im Sturm eine gewichtige Rolle zu spielen.

Wie das Blatt weiter meldet, soll ihn Deschamps dahingehend auch unterrichtet haben, dass er diese beiden Varianten der MLS bevorzugen würde. Giroud liebäugelt nämlich mit einem Wechsel zum FC Toronto. Weg aus Europa, rein in ein letztes großes Abenteuer. Ähnlich wie es die Top-Stars Zlatan Ibrahimovic (38) oder Bastian Schweinsteiger (35) gemacht haben.

Für den BVB scheint es demnach also eng zu werden. Die Schwarz-Gelben müssten sich somit wohl noch mehr strecken um die Dienste von Erling Haaland zu bekommen.

Dieser soll die Borussia zwar der Salzburgschwester Leipzig vorziehen, jedoch sind auch noch internationale Schwergewichte wie Manchester United und Juventus Turin im Rennen um das Mega-Talent.

Michael Zorc und "Aki" Watzke auf der Suche nach einer neuen Nummer Neun.
Michael Zorc und "Aki" Watzke auf der Suche nach einer neuen Nummer Neun.  © Marius Becker/dpa

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