BVB-Star für knapp 20 Millionen vor Wechsel zum VfL Wolfsburg!

Dortmund – Beim BVB deutet sich ein Abgang an! Maximilian Philipp (25) steht vor einem Wechsel zum VfL Wolfsburg! Der Angreifer von Borussia Dortmund soll die Offensive der Wölfe verstärken.

Maximilian Philipp (l.) kam vor allem in der Rückrunde unter BVB-Coach Lucien Favre nur noch selten zum Einsatz.
Maximilian Philipp (l.) kam vor allem in der Rückrunde unter BVB-Coach Lucien Favre nur noch selten zum Einsatz.  © DPA

Laut dem "Kicker" steht eine Ablösesumme von knapp 20 Millionen Euro für den gebürtigen Berliner im Raum.

Der konnte sich bei den Schwarz-Gelben schon in der letzten Saison nicht mehr entscheidend unter Trainer Lucien Favre durchsetzen, kam zwar noch auf 23 Einsätze (zwei Tore, drei Vorlagen), stand aber insgesamt nur noch 1046 Minuten auf dem Platz.

In der Rückrunde spielte er - auch verletzungsbedingt - nur noch in acht Partien. Nach den Zugängen von Julian Brandt und Thorgan Hazard sind Philipps Chancen auf regelmäßige Spielanteile noch geringer geworden.

Für einen ambitionierten und hochveranlagten Stürmer wie ihn war nun die Zeit gekommen, sich nach anderen Vereinen umzuschauen.

Wolfsburg braucht Ersatz für den abwanderungswilligen Josip Brekalo, der bei der laufenden U21-Europameisterschaft mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machte und dort erst am Montag doppelt für sein Land gegen England beim 3:3 traf.

So sollen Benfica Lissabon und auch italienische Vereine an dem Flügelflitzer dran sein. Mit Philipp würden die Wölfe hochklassigen Ersatz holen.

Maximilian Philipps Karriere-Schock in der Jugend bei Hertha BSC

Maximilian Philipp reifte beim SC Freiburg unter Trainer Christian Streich zu einem guten Bundesliga-Stürmer heran.
Maximilian Philipp reifte beim SC Freiburg unter Trainer Christian Streich zu einem guten Bundesliga-Stürmer heran.  © DPA

Denn er lernte früh die Schattenseiten des Fußballs kennen. Der in Berlin-Lankwitz aufgewachsene Offensivspieler wechselte als Kind vom FC Stern Marienfelde zu Hertha BSC, wo er von 2000 an acht Jahre lang die Nachwuchsmannschaften durchlief.

Doch im Frühjahr 2008 wurde ihm mitgeteilt, dass er im Sommer gehen muss, weil er mit damals 1,55 Meter für zu klein und schmächtig befunden wurde. Das war eine Entscheidung, die seine früheren Jugendtrainer nur mit den Köpfen schütteln ließ.

Wegen dieses sportlichen Schocks ist Hertha laut Aussage von Kindheitsfreund Christopher Lenz im Berliner "Tagesspiegel" "nicht mehr unbedingt sein Lieblingsverein".

Lenz, heute ebenfalls Profi beim 1. FC Union Berlin tat damals etwas, was echte Freunde tun: Er verließ Hertha ebenfalls und wechselte mit Philipp, für den eine Welt zusammengebrochen war, zu Tennis Borussia Berlin, wo der in der U17-Bundesliga-Mannschaft 14 Tore in 29 Spielen erzielte - darunter auch zwei Treffer beim 3:0-Sieg am 22. Mai 2011 gegen Hertha.

Zweimal versuchte Hertha Philipp zurückzuholen, beide Male lehnte er ab. Denn er hatte nicht vergessen, wie 2008 mit ihm umgegangen worden war.

SC-Freiburg-Kulttrainer Christian Streich verhilft Maximilian Philipp zum Bundesliga-Debüt

Maximilian Philipp könnte sich für den VfL Wolfsburg als Transfercoup erweisen.
Maximilian Philipp könnte sich für den VfL Wolfsburg als Transfercoup erweisen.

Stattdessen holte ihn der FC Energie Cottbus ins U19-Bundesliga-Team. Dort blieb er eineinhalb Jahre (33 Spiele, 23 Tore), bevor es ihn in die U19 des SC Freiburg zog, wo er schnell den Sprung in die zweite Mannschaft schaffte (31 Spiele, zwölf Tore, 15 Vorlagen).

Dank überragender Leistungen in der Regionalliga durfte er auch sein Bundesliga-Debüt unter Trainer Christian Streich am 5. April 2014 feiern (0:2 beim VfB Stuttgart).

In der Saison 2014/15 war er dann bereits Stammspieler beim SCF, seine Torquote ließ in seiner ersten Profi-Spielzeit aber noch zu wünschen übrig.

Sein Tordebüt in der Bundesliga feierte er - ausgerechnet - beim 2:0-Auswärtssieg der Breisgauer bei Hertha! Welch Genugtuung dieser Treffer für Philipp gewesen sein dürfte!

Dennoch konnte der Abstieg der Freiburger nicht verhindert werden. In der 2. Bundesliga blühte er aber auf: 31 Liga-Spiele, acht Tore und elf Vorlagen waren seine stolze Bilanz im Unterhaus. Freiburg stieg als Meister direkt wieder auf. In Deutschland Eliteklasse überzeugte er ebenfalls, weshalb viele Klubs ihn unter Vertrag nehmen wollten.

Er entschied sich für den BVB, für den er in den letzten zwei Spielzeiten wettbewerbsübergreifend auf 51 Einsätze (elf Tore, acht Vorlagen) kam, sich aber trotz seiner fußballerischen Fähigkeiten, seiner herausragenden Schusstechnik und seinem Torinstinkt nie entscheidend durchsetzen konnte.

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