Diese Wechsel wurden erst nach Transferschluss bekannt gegeben

Deutschland - Am letzten Tag der Winter-Transferperiode ging es heiß her (TAG24 berichtete ausführlich)! Einige Wechsel wurden allerdings erst deutlich nach Transferschluss (18 Uhr) offiziell gemacht. Hier eine Übersicht.

Ex-BVB-Stürmer Michy Batshuayi läuft für den Rest der Saison für Crystal Palace auf und spielt dort mit dem früheren Schalker Max Meyer zusammen.
Ex-BVB-Stürmer Michy Batshuayi läuft für den Rest der Saison für Crystal Palace auf und spielt dort mit dem früheren Schalker Max Meyer zusammen.  © DPA

Nach ewigem Hin und Her wurde am späten Donnerstagabend bekannt gegeben, dass Shinji Kagawa Borussia Dortmund in Richtung Türkei verlässt, wo er für den Rest der Rückrunde bei Besiktas Istanbul anheuert und martialisch als "Samurai vom Bosporus" vorgestellt wurde.

Außerdem wurde der BVB auch noch Jeremy Toljan los, der nie wirklich in Dortmund ankam und unter Coach Lucien Favre überhaupt keine Rolle mehr spielte.

Wie bereits vermutet, hat der schottische Meister Celtic Glasgow ihn bis Saisonende ausgeliehen.

Auch ein ehemaliger BVB-Star hat auf den letzten Drücker noch einen neuen Verein gefunden. Stürmerstar Michy Bathsuayi wechselt in die Premier League zu Crystal Palace.

Der belgische Nationalspieler, der in dieser Spielzeit vom FC Chelsea an den FC Valencia ausgeliehen wurde, fand sich beim spanischen Top-Club nicht zurecht.

Also wurde die Valencia-Leihe beendet und der 25-Jährige an die Mannschaft vom ehemaligen deutschen Nationalspieler Crystal Palace bis Saisonende weiter verliehen.

Kultstürmer Will Grigg erzielt Transferrekord; Ex-Talent Kurt nach Österreich

Herthas großes Missverständnis Sinan Kurt ist in die zweite österreichische Liga gewechselt.
Herthas großes Missverständnis Sinan Kurt ist in die zweite österreichische Liga gewechselt.  © DPA

Der Dortmunder Erzrivale FC Schalke 04 ist auch noch einen Spieler losgeworden, der in der Vorrunde nicht mit Leistung überzeugte, sondern für jede Menge Unruhe sorgte: Torlos-Stürmer Franco Di Santo wurde von den "Knappen" nach Spanien an Rayo Vallecano abgegeben.

Zuvor wurde sein Vertrag in Gelsenkirchen aufgelöst, eine Ablösesumme konnten die Schalker also nicht mehr generieren.

Ganz anders sah das bei einem absoluten Kultstürmer aus: Die nordirische Nationalspieler Will Grigg wechselte vom englischen Zweitligist Wigan Athletic zum Drittligisten AFC Sunderland - und stellte gleich mal einen Rekord auf!

Denn nie zuvor hat ein Verein aus der dritten englischen Liga (League One) umgerechnet 4,6 Millionen Euro Ablöse gezahlt!

So viel Geld ist Sinan Kurt schon lange nicht mehr wert. Das Ex-Talent kam bei Hertha BSC nie zurecht, spielte selbst in der stark besetzten zweiten Mannschaft der Berliner nur die zweite Geige und wurde nun abgegeben - an den Tabellenführer der zweiten österreichischen Liga, den WSG Wattens (TAG24 berichtete).

Ob er es dort schafft, seine zweifelsfrei vorhandenen fußballerischen Fähigkeiten konstant abzurufen?

Ex-HSV-Talent nach Belgien, Hoffenheim verleiht Nordveit

Ex-HSV-Kicker konnte sich im Profibereich bei keinem Verein durchsetzen. Nächster Anlauf: Standard Lüttich.
Ex-HSV-Kicker konnte sich im Profibereich bei keinem Verein durchsetzen. Nächster Anlauf: Standard Lüttich.  © DPA

Auch ein weiteres ehemaliges Riesentalent des FC Barcelona, Alen Halilovic, der sich beim Hamburger SV nicht zurechtfand und sich auch bei UD Las Palmas und beim AC Mailand nicht durchsetzen konnte, wurde noch abgegeben.

Der italienische Spitzenverein hat ihn nun für eineinhalb Jahre nach Belgien an Standard Lüttich verliehen.

Auch die TSG 1899 Hoffenheim hat mit Havard Nordveit für eine Million Euro Gebühr noch einen Spieler verliehen. Er läuft bis Saisonende für den Club von André Schürrle, den FC Fulham, in der Premier League auf und soll mithelfen, den Abstieg doch noch zu verhindern.

Mit Dani Schahin hat auch ein früherer Bundesliga-Profi einen neuen Verein gefunden: Er wechselt zum abstiegsbedrohten spanischen Zweitligisten Extremadura UD.

In England spielt für die kommenden Monate das belgische Top-Talent Youri Tielemans, das beim AS Monaco mit dem neuen, alten Trainer Leonardo Jardim nicht zurechtkam und daher an Leicester City verliehen wurde.

Darüber hinaus wurde auch der 52-fache Nationalstürmer der Elfenbeinküste, Wilfried Bony, von Swansea City für fünf Monate nach Katar an den Al Arabi Sports Club ausgeliehen.

PSG verliert Top-Talent, Barca holt französischen U-Nationalspieler

Am "deutschen Messi" Marko Marin soll der Al Sadd Sports Clubs dran sein. Dort würde er mit Ex-Weltstar Xavi zusammenspielen.
Am "deutschen Messi" Marko Marin soll der Al Sadd Sports Clubs dran sein. Dort würde er mit Ex-Weltstar Xavi zusammenspielen.  © DPA

Paris Saint-Germain verlor unterdessen ein herausragenden Kicker aus der eigenen Jugend: Yacine Adli wechselt mit sofortiger Wirkung vom Verein von Thomas Tuchel zu Girondins Bordeaux, wo er auf sich regelmäßigere Einsätze erhofft.

Der FC Barcelona wurde in Frankreich fündig und sicherte sich die Dienste von Jean-Clair Todibo vom FC Toulouse bereits jetzt. Eigentlich sollte der französische U20-Nationalspieler erst im Sommer zu den Katalanen wechseln. Die zogen den Transfer des Innenverteidigers aber vor, damit er bereits jetzt den Konkurrenzkampf beleben kann.

Auch einige Nationalspieler wechselten kurz vor Toreschluss nochmal den Verein. Jürgen Klopp und der FC Liverpool gaben Lazar Markovic ablösefrei an den FC Fulham ab, der wiederum den norwegischen Internationalen Stefan Johansen an West Bromwich Albion verlieh.

Außerdem wurde der kongolesische Internationale Yannick Bolasie vom FC Everton an den RSC Anderlecht ausgeliehen und der isländische Nationalverteidiger Sverrir Ingi Ingason von FK Rostov an PAOK Saloniki für vier Millionen Euro verkauft.

Und vielleicht gibt es in naher Zukunft noch einen Transfer mit deutscher Beteiligung: Xavi-Club Al Sadd Sports Club soll Roter Stern Belgrad fünf Millionen Euro für den früheren "deutschen Messi" Marko Marin geboten haben. Der serbische Spitzenverein lehnte ab, weil 50 Prozent der Transfererlöse an Marins Ex-Verein Olympiakos Piräus gehen sollen und ihn diese Summe zu gering ist.

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