Will der BVB Slowaken-Kämpfer? Schürrle vor Absprung nach Italien?

Dortmund - Noch steht der Kader von Borussia Dortmund trotz starker Neuzugänge nicht! Um den BVB ranken sich weiterhin Transfergerüchte. Das gilt sowohl für weitere Verstärkungen als auch für Abgänge.

Celta Vigos Stanislav Lobotka (l.) soll beim BVB auf der Liste stehen. Der slowakische Nationalspieler, hier im Duell mit Barcas Paulinho, entwickelte sich bei all seinen Stationen auf Anhieb zum Stammspieler.
Celta Vigos Stanislav Lobotka (l.) soll beim BVB auf der Liste stehen. Der slowakische Nationalspieler, hier im Duell mit Barcas Paulinho, entwickelte sich bei all seinen Stationen auf Anhieb zum Stammspieler.  © DPA

Auf der Zugangsseite könnte Stanislav Lobotka dazukommen. Laut "Soccerlink.fr" sollen die Schwarz-Gelben am 14-fachen slowakischen Nationalspieler von Celta Vigo interessiert sein.

Der 24-Jährige war in der abgelaufenen Saison Stammspieler im spanischen Oberhaus LaLiga. Nur ein verstauchter Knöchel verhinderte, dass der kampfstarke Sechser auf noch mehr als wettbewerbsübergreifend 32 Einsätze kam.

In zwei Spielzeiten in Spanien konnte er überzeugen, gewöhnte sich auch dank seiner Technik und Handlungsschnelligkeit ohne Anlaufzeit an die deutlich stärkere Liga und machte für Vigo 73 Partien, war aus dem defensiven Mittelfeld aufgrund seiner Spielübersicht nicht wegzudenken.

Seine ersten Schritte im Männerbereich hatte der 1,72 Meter kleine Lobotka 2012 in seiner Heimatstadt beim AS Trencin gemacht.

Dort waren seine Leistungen so gut, dass Ajax Amsterdam ihn im Sommer 2013 auslieh. Er wurde auf Anhieb Stammspieler - allerdings nur in der zweiten Mannschaft, weshalb er nach einem Jahr in die Slowakei zurückkehrte.

Ende August 2015 wagte Lobotka dann erneut den Sprung ins Ausland - diesmal ging es nach Dänemark zum FC Nordsjaelland. Hier spielte er sich als einer der besten zentralen Mittelfeldspieler der Superligaen in den Vordergrund, weshalb Vigo ihn für fünf Millionen Euro nach Spanien lockte, wo er voll einschlug und noch bis Sommer 2023 unter Vertrag steht.

Ob er dem BVB weiterhelfen könnte, ist zumindest leicht zweifelhaft, weil das Niveau bei Dortmund nochmal höher ist als beim Tabellensiebzehnten aus Spanien. Für Lobotka sprechen seine Anpassungsfähigkeit, Mentalität, Verlässlichkeit und seine Entwicklungsfähigkeit. Eine vermutlich hohe Ablösesumme und die große Konkurrenz im Borussen-Mittelfeld sprechen gegen ihn.

Geht André Schürrle nach Italien?

André Schürrle hat bei Borussia Dortmund keine Zukunft mehr.
André Schürrle hat bei Borussia Dortmund keine Zukunft mehr.  © DPA

Während Lobotka kommen könnte, steht ein Weltmeister von 2014 vor dem Absprung: André Schürrle hat beim BVB keine Zukunft mehr.

Nun soll laut der italienischen Zeitung "Gazzetta Dello Sport" Lazio Rom am Offensivspieler interessiert sein. Sportdirektor Igli Tare, der früher neun Jahre in Deutschland spielte, soll schon im letzten Sommer an Schürrle dran gewesen sein.

Das Problem sei laut dem Bericht dessen Gehalt: In Dortmund soll er zwischen sieben und acht Millionen Euro pro Jahr verdienen. Soviel kann und will Lazio dem früheren deutschen Nationalspieler offenbar nicht zahlen.

Doch neben Lazio sollen auch noch Fenerbahce Istanbul, West Ham United und Cagliari Calcio am Flügelstürmer dran sein, der in der gerade beendeten Spielzeit vom BVB an den FC Fulham ausgeliehen war, mit dem er sang- und klanglos als Tabellenletzter aus der Premier League abstieg und in der Rückrunde nur noch selten zum Einsatz kam.

Deshalb dürfte es für die Dortmunder Verantwortlichen trotz der vielen Interessenten schwierig werden, Schürrle abzugeben. Daher gibt es verschiedene mögliche Transfermodelle: Leihe mit anschließender Kaufoption, Vertragsauflösung oder Verkauf. Eines ist aber sicher: Schürrle soll den BVB in diesem Sommer verlassen.

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