Brutale BVB-Klatsche! Tottenham verschärft Dortmunds Krise

Dortmund - Heftig! Borussia Dortmund hat das Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel bei Tottenham Hotspur glatt mit 0:3 (0:0) verloren. Für den BVB war es bereits das vierte sieglose Spiel in Folge.

Zurück in seiner englischen Heimat: Dortmunds Jadon Sancho (M.) im Duell mit Tottenhams Harry Winks (r.). BVB-Mittelfeldspieler Mahmoud Dahoud beobachtet den Zweikampf.
Zurück in seiner englischen Heimat: Dortmunds Jadon Sancho (M.) im Duell mit Tottenhams Harry Winks (r.). BVB-Mittelfeldspieler Mahmoud Dahoud beobachtet den Zweikampf.  © DPA

Die Tore im Londoner Wembley Stadion erzielten Heung-min Son zum 1:0 für Tottenham (47. Minute), ehe Jan Vertonghen zum 2:0 traf (83.) und Fernando Llorente sogar noch auf 3:0 erhöhte (86.).

Dortmunds wieder genesener Coach Lucien Favre tauschte seine Startelf im Vergleich zum enttäuschenden 3:3 gegen die TSG 1899 Hoffenheim in der 1. Bundesliga auf vier Positionen aus: Ömer Toprak, Dan-Axel Zagadou, Thomas Delaney und Christian Pulisic ersetzten Lukasz Piszczek, Julian Weigl (beide verletzt), Maximilian Philipp und Raphael Guerreiro (beide Bank).

Die "Spurs" überließen dem BVB anfangs die Initiative und setzten durch frühes und aggressives Stören auf schnelle Ballgewinne.

Erstmals zahlte sich das in der siebten Minute aus: Angreifer Lucas Moura hatte mit einem technisch hochwertigen, satten Drehschuss, der nur haarscharf am Borussen-Tor vorbei strich, die erste Großchance.

Dortmund tat sich zu Beginn schwer, denn es fehlte mitunter an Abstimmung und Ideen. Dazu verloren die Favre-Mannen auch zu oft das Spielgerät.

Als der BVB selbst mal tief in der gegnerischen Hälfte das Leder gewann, hatte Pulisic die erste gute Dortmunder Möglichkeit, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel an Spurs-Keeper Hugo Lloris (14.). Nun waren die Schwarz-Gelben in der Begegnung angekommen und sorgten mehrfach für Gefahr vor dem englischen Tor.

Die Abwehrreihen beider Teams standen insgesamt sicher: Hier klärt Tottenhams Jan Vertonghen den Ball vor den BVB-Angreifern.
Die Abwehrreihen beider Teams standen insgesamt sicher: Hier klärt Tottenhams Jan Vertonghen den Ball vor den BVB-Angreifern.  © DPA

Doch die Spurs beruhigten die Partie bald wieder und übernahmen phasenweise die Spielkontrolle, während der BVB sich in diesen Szenen in die Defensive zurückzog und dabei geordnet und sicher stand.

Beide Teams schafften es dennoch, in einigen Szenen ihre Klasse auszuspielen, doch sowohl Lloris, als auch Dortmunds Torhüter Roman Bürki konnten mehrere Situationen entschärfen.

Beinahe wäre der BVB kurz vor dem Pausenpfiff noch in Führung gegangen, doch wieder bewahrte Teufelskerl Lloris sein Team klasse vor dem Rückstand: Einen Zagadou-Kopfball fischte der französische Nationaltorhüter reaktionsschnell aus der linken Ecke (45.).

Anschließend ging es nach einem ersten Abschnitt, in dem die Kontrahenten insgesamt gesehen auf Augenhöhe agierten, in die Kabinen.

Die zweite Hälfte begann spektakulär: Dortmunds Achraf Hakimi verlor die Kugel unklug in der eigenen Hälfte. Tottenham machte das Spiel über Christian Eriksen und Moura schnell. Die Pille wurde auf die linke Seite zu Vertonghen gespielt, der eine präzise Flanke auf Son schlug, der sich absetzte und den Ball aus Nahdistanz ins BVB-Tor schoss - 1:0 für die Spurs (47.)!

Heung-min Son bejubelt sein Tor zum 1:0 für Tottenham, während die Dortmunder Mahmoud Dahoud (r.) und Ömer Toprak (l.) niedergeschlagen dreinblicken.
Heung-min Son bejubelt sein Tor zum 1:0 für Tottenham, während die Dortmunder Mahmoud Dahoud (r.) und Ömer Toprak (l.) niedergeschlagen dreinblicken.  © DPA

Wieder traf der frühere Hamburger und Leverkusener gegen die Dortmunder!

In der Folge wogte die Begegnung hin und her, war temporeich, spielte sich aber vornehmlich im Mittelfeld ab. Chancen waren Mangelware, weil die Mannschaften nun vor allem darauf bedacht waren, weitere Fehler zu vermeiden.

So blieb das interessante Duell zwar spannend, streckenweise aber auch ereignisarm. Tottenham war dabei das spielbestimmende Team, das sich einige Möglichkeiten herausspielte und den BVB dominierte, allerdings keine wirklich klaren Gelegenheiten hatte.

Bis zur 83. Minute: Da passte Hakimi bei einer Flanke von Serge Aurier nicht auf, ließ in seinem Rücken Vertonghen davonlaufen, der das Leder wie Son zuvor unbedrängt mit der Innenseite ins BVB-Tor wuchtete - 2:0 für die Spurs!

Und es kam noch schlimmer: Nach einer Eriksen-Ecke kam der eingewechselte Sturmtank Llorente zum Kopfball und traf aus Nahdistanz zum 3:0 (86.).

Dabei blieb es am Ende. Für die Borussia sieht es nun ganz schlecht aus. Um doch noch weiterzukommen braucht der BVB im Rückspiel (5. März, 21 Uhr) ein Fußballwunder.

Zuerst muss Dortmund aber in der 1. Bundesliga am Montagabend (20.30 Uhr) auswärts beim Tabellenletzten 1. FC Nürnberg ran. Tottenham trifft hingegen bereits am Samstag (13.30 Uhr) in der Premier League auf den FC Burnley.

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