Ärgerliche Ausfälle: BVB vor Champions-League-Duell angeschlagen

Dortmund - Große Personalsorgen beim BVB! Borussia Dortmund muss im schweren Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel beim englischen Top-Club Tottenham Hotspur auf gleich fünf Leistungsträger verzichten.

BVB-Kapitän Marco Reus fehlt Borussia Dortmund auch in London.
BVB-Kapitän Marco Reus fehlt Borussia Dortmund auch in London.  © DPA

Neben dem an der Hüfte verletzten Manuel Akanji fällt auch BVB-Kapitän Marco Reus mit einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich noch aus.

Zusätzlich konnte auch Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek wegen Fersenproblemen die Reise nach London nicht mit antreten.

Als wäre das noch nicht genug, fehlt mit dem gelernten defensiven Mittelfeldspieler Julian Weigl (Grippe) ein Spieler, der sich in den letzten Wochen zu einem richtig guten Innenverteidiger mauserte und Akanji erstklassig ersetzte.

Auch im Sturm hat Dortmund Personalprobleme: Paco Alcacer ist wegen einer Schulterverletzung nicht mit nach England gereist.

Bevor der BVB allerdings nach London abfliegen konnte, mussten die Borussen auf Jadon Sancho und Abdou Diallo warten, die ihre Pässe vergessen hatten. Deshalb startete der Flieger mit mehr als einer halben Stunde Verspätung Richtung England.

Diese beiden dürften beim wieder genesenen Coach Lucien Favre gesetzt sein, der sonst mehrfach improvisieren muss. Die Mannschaft stellt sich bis auf wenige Ausnahmen fast von selbst auf.

Und die Aufgabe für die Dortmunder wird schwer. Denn in der aktuell sportlich schwächsten Phase der bisher so positiv herausragenden Spielzeit mit so vielen Ausfällen bei einem englischen Spitzenteam anzutreten, ist eine große Prüfung, die mitentscheidend für den restlichen Saisonverlauf sein kann.

Auch Tottenham mit Personalproblemen: Kane und Alli fallen aus

Fällt für das Spiel gegen den BVB aus: Tottenhams Top-Stürmer Harry Kane.
Fällt für das Spiel gegen den BVB aus: Tottenhams Top-Stürmer Harry Kane.  © DPA

Wenn der BVB nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Folge weiterkommt, könnte das neue Kräfte freisetzen. Allerdings erwartet die Dortmunder mit den "Spurs" ein harter Brocken, der aber ebenfalls Personalprobleme zu beklagen hat.

So fallen zwei der besten Angreifer Tottenhams aus: Top-Stürmer Harry Kane fehlt schon seit Mitte Januar mit einem Bänderriss im Sprunggelenk.

Dazu fällt auch Dele Alli mit einer Oberschenkelzerrung aus. Zu guter Letzt ist mit Ben Davies der Stammspieler auf der Position des linken Verteidigers wegen einer Leistenzerrung unpässlich.

Dennoch konnten die "Spurs" die letzten drei Spiele allesamt gewinnen und haben damit den gegenteiligen Trend im Vergleich mit dem BVB.

Durch diese Serie ist die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino auf den dritten Platz in der Premier League vorgerückt und noch in Schlagdistanz zum FC Liverpool und zu Manchester City.

BVB muss Son und Eriksen in den Griff bekommen

Auf ihn muss der BVB am Mittwochabend (21 Uhr) besonders aufpassen: Tottenhams Angriffswaffe Heung-min Son.
Auf ihn muss der BVB am Mittwochabend (21 Uhr) besonders aufpassen: Tottenhams Angriffswaffe Heung-min Son.  © DPA

Das liegt auch am langjährigen Bundesliga-Spieler Heung-min Son (Hamburger SV, Bayer 04 Leverkusen), auf den der BVB besonders aufpassen muss, weil sich der flinke und dribbelstarke Offensivspieler in bestechender Form befindet: In 20 Liga-Spielen traf der südkoreanische Nationalspieler elf Mal und bereitete sechs weitere Tore direkt vor.

Doch auch die Kreise von Tottenham-Spielgestalter Christian Eriksen muss Dortmund in Form von Axel Witsel und Thomas Delaney gezielt einschränken, um im Wembley Stadion bestehen- und sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in Dortmund (5. März, 21 Uhr) erarbeiten zu können.

Dafür brauchen die Schwarz-Gelben außerdem einen Sancho in der Form der ersten Halbzeit des Hoffenheim-Spiels. Der gebürtige Engländer dürfte in seinem Heimatland zusätzlich motiviert sein und kann die Partie mit einer genialen Aktion zugunsten des BVB entscheiden.

Zu erwarten ist ohnehin ein enges Duell, weil beide Teams leistungsmäßig nicht weit voneinander entfernt sind. Wichtig ist deshalb auch, dass beim BVB die Abwehr wieder sicherer steht, als noch gegen den SV Werder Bremen und Hoffenheim, wo die Dortmunder insgesamt sechs Gegentreffer kassierten.

Könnte für den BVB der entscheidende Mann werden: Flügelflitzer Jadon Sancho.
Könnte für den BVB der entscheidende Mann werden: Flügelflitzer Jadon Sancho.  © DPA

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