BVB: Siegt sich Eintracht-Trainer Hütter heute auf Favres Stuhl?

Dortmund - Freitag, der 14. Februar 2020. Es ist nicht nur Valentinstag, sondern auch Bundesliga! Den 22. Spieltag eröffnet Borussia Dortmund zu Hause gegen Eintracht Frankfurt - und ausgerechnet am Tag der Liebe könnte so manche Beziehung bedenklich ins Wanken geraten...

Steht einmal mehr unter Beschuss: BVB-Coach Lucien Favre.
Steht einmal mehr unter Beschuss: BVB-Coach Lucien Favre.  © Bernd Thissen/dpa

21 Spiele sind gespielt - und sowohl der BVB als auch die Eintracht hinken ihren Erwartungen ein wenig hinterher. So wollten die einen Meister werden und die anderen wieder nach Europa.

Nach vier Spielen im neuen Jahr steht eines fest: für beide rechnerisch noch alles drin, doch beim BVB lässt der Trend und bei der Eintracht die schweren Wochen vor Weihnachten zumindest zweifeln.

Während sich Borussia Dortmund offensiv wie ein Formel-1-Bolide präsentiert, fährt man hinten lediglich ÖPNV und somit die Siege in beängstigender Regelmäßigkeit gegen die Wand. Grüße gehen raus nach Leverkusen und an die Weser.

Und hätte ein gewisser Erling Haaland sein Liga-Debüt innerhalb von 34 Minuten nicht in ein historisches verwandelt, würde man auch ein paar "Props" nach Augsburg senden.

Und die Eintracht? Gegen Ende der Hinrunde kroch man auf dem Zahnfleisch, versuchte sich irgendwie in die Pause zu retten. Mit einem 1:2 gegen Schlusslicht Paderborn und nach lediglich einem Punkt aus den letzten sieben Bundesliga-Partien vor Weihnachten, war ein guter Start ins Pflichtspiel-Jahr 2020 immens wichtig.

Dieser gelang und man konnte sich aus einer prekären und abstiegsbedrohten Situation herausarbeiten. Zehn von zwölf möglichen Punkten stehen seit der Winterpause zu Buche und somit grüßt man aus dem grauen Mittelfeld der Tabelle.

Klingt zwar trist, nach den turbulenten Wochen im November und Dezember aber schon wieder heiter mit Aussicht auf Sonnenschein.

Valentinstag als Schicksalstag um den Platz auf der BVB-Bank?

Ist beinahe mit weißer Weste ins neue Jahr gestartet: Eintracht-Trainer Adi Hütter.
Ist beinahe mit weißer Weste ins neue Jahr gestartet: Eintracht-Trainer Adi Hütter.  © Thomas Frey/dpa

Am Freitagabend nun also das Duell im Signal Iduna Park. Und wie so häufig in dieser Saison: Wenn der BVB eine Delle hat, dann wird schnell über Lucien Favre spekuliert.

Der BVB-Kader ist absolut meisterschaftsfähig. Die Konstanz allerdings eben nicht und genau hier liegt das Problem, auch wenn man ja eigentlich "nur" vier Punkte hinter dem FC Bayern liegt.

Entsprechend sieht sich Favre (einmal mehr) unter genauerer Beobachtung.

Und dann kommt die Eintracht. Deutlich gefestigter und mit einem kleinen Lauf geht es heute zur Borussia. Holt man einen Dreier, kann man einerseits selber weiter von Europa träumen, trotz sieben Punkte Rückstand auf Platz 6, und andererseits würde beim BVB die Luft für Favre mit Sicherheit um ein ganzes Stückchen dünner.

Der 62-Jährige müsste dann wohl ernsthaft um seinen Job in Dortmund bangen und sein heutiger Gegenüber eben diesen übernehmen.

Wie unter anderem die "Bild" nun berichtet, soll nämlich ausgerechnet Eintracht-Coach Adi Hütter (50) eine Ausstiegsklausel haben, die er für ein mögliches Engagement beim BVB ziehen könnte, sollte man sich dort von Favre trennen.

Favre und Hütter, Hütter und Favre: Geht's also ausgerechnet am Valentinstag um die "echte Liebe"?

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