Gut, besser, BVB! Auch starke Wölfe können Dortmund nicht stoppen

Wolfsburg - Der nächste Sieg! Obwohl der VfL Wolfsburg den BVB forderte, gewann der Tabellenführer letztlich verdient mit 1:0 in der Autostadt.

Wolfsburgs William (M., köpft den Ball weg) kann den Eckball vor den lauernden BVB-Angreifern klären.
Wolfsburgs William (M., köpft den Ball weg) kann den Eckball vor den lauernden BVB-Angreifern klären.  © DPA

Das spielentscheidende Tor zum 1:0 für den BVB erzielte Marco Reus (27.) in der mit 30.000 Zuschauern ausverkauften Volkswagen Arena.

VfL-Trainer Bruno Labbadia änderte seine Startformation im Vergleich zum 2:0-Auswärtssieg im DFB-Pokal bei Hannover 96 nur auf einer Position: Der auffällige Josip Brekalo spielte anstelle von Admir Mehmedi.

BVB-Coach Lucien Favre setzte hingegen auf Rotation und tauschte seine Elf gleich auf neun Positionen im Vergleich zum DFB-Pokal-Zittersieg gegen den 1. FC Union Berlin (3:2 nach Verlängerung) aus. Nur Dan-Axel Zagadou und Achraf Hakimi blieben in der ersten Elf.

Das Spiel begann temporeich, beide Mannschaften kamen gut in die Partie.

Wolfsburgs Innenverteidiger John Anthony Brooks musste in den ersten Minuten zweimal in letzter Sekunde vor Paco Alcacer klären, ehe ihm bei der dritten Rettungsaktion beinahe ein Eigentor unterlief (3.).

Wolfsburgs Sechser Yannick Gerhardt (r.) sorgte mit seinem VfL immer wieder für spielerische Highlights, verlor aber dennoch gegen einen effektiven BVB um Jadon Sancho.
Wolfsburgs Sechser Yannick Gerhardt (r.) sorgte mit seinem VfL immer wieder für spielerische Highlights, verlor aber dennoch gegen einen effektiven BVB um Jadon Sancho.  © DPA

Davon abgesehen hatten die Hausherren die ersten kleineren Gelegenheiten, weil sie mutig und frech mitspielten und dem BVB auf Augenhöhe begegneten. Großchancen blieben Mangelware, weil bei beiden Teams die letzten Pässe zu ungenau waren - bis zur 27. Minute! Denn da ging Dortmund in Führung.

Jadon Sancho flankte von der linken Seite scharf in den Strafraum, wo Thomas Delaney den Ball mit dem Kopf nicht gut erwischte und so unfreiwillig zur Seite ablegte, wo Dortmunds Kapitän Reus gedankenschnell einköpfte - 1:0 für den Tabellenführer!

Mit dieser knappen Führung für die Borussia ging es in die Halbzeitpause. Der VfL forderte die Borussen defensiv wie offensiv.

Doch der BVB war im Gegensatz zu den Partien gegen Hertha BSC und Union vor dem Tor effektiver, spielte abgeklärter und die Hausherren müde.

Den ersten Aufreger im zweiten Durchgang gab es in der 54. Minute, als Zagadou den Ball nach einer VfL-Ecke aus Nahdistanz an die Hand bekam, es aber keinen Strafstoß gab.

BVB-Kapitän Marco Reus (l.) bejubelt sein sechstes Saisontor mit Kollegen Jadon Sancho.
BVB-Kapitän Marco Reus (l.) bejubelt sein sechstes Saisontor mit Kollegen Jadon Sancho.  © DPA

Auch auf der Gegenseite bekam VfL-Sturmtank Wout Weghorst das Spielgerät an die Hand, wieder gab es keinen Handelfmeter (60.).

Den Dortmundern gelang es in dieser Phase nicht, das Spiel zu entscheiden, weshalb Wolfsburg nochmal aufkam.

Doch ein Distanzkracher von Maximilian Arnold ging hauchzart vorbei (58.), BVB-Keeper Roman Bürki hatte Probleme mit einem Aufsetzer von Renato Steffen (71.), der Schweizer köpfte über das Tor (77.) und Yannick Gerhardts Freistoß ging Zentimeter am langen Eck vorbei (87.).

Die Dortmunder übernahmen zwischendurch aber wieder die Spielkontrolle und erhöhten den Druck, sodass der VfL oft nur noch reagieren konnte. Doch mehr als ein knapp vorbeirauschender Schlenzer von Jacob Bruun Larsen (79.) sprang nicht heraus, weil die Konter selten wirklich gut ausgespielt wurden.

So gewann der BVB auch sein schweres Auswärtsspiel in Wolfsburg bei einem stark aufspielenden VfL, der Dortmund forderte und für ein spannendes, enges Spiel sorgte. Für Borussen-Coach Favre war es übrigens der erste Sieg in Wolfsburg.

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