BVB muss "in den Zweikämpfen mehr dagegenhalten"! Gegen Paderborn zählt es

Dortmund - Die Länderspielpause ist endlich vorbei! Mit dem brisanten Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem SC Paderborn 07 wird der 12. Spieltag der 1. Bundesliga am Freitagabend (20.30 Uhr) eröffnet.

Marco Reus (M.) und Paco Alcacer (r.) sind wieder fit und dürften gegen den BVB in der Startaufstellung stehen. Jadon Sancho tankte beim englischen Nationalteam Selbstvertrauen.
Marco Reus (M.) und Paco Alcacer (r.) sind wieder fit und dürften gegen den BVB in der Startaufstellung stehen. Jadon Sancho tankte beim englischen Nationalteam Selbstvertrauen.  © dpa/Bernd Thissen

Der Tabellenletzte muss also zur starbesetzten Truppe in den Signal Iduna Park reisen - eigentlich eine klare Angelegenheit, sollte man meinen.

Doch nach der heftigen 0:4-Packung beim FC Bayern München ist das Selbstverständnis von Dortmund angeknackst.

Denn der BVB war beim FCB komplett chancenlos und muss sich gegen Paderborn nun wieder finden und im Idealfall die Erfolgsserie wieder aufnehmen, die es vor dem München-Debakel gab.

Im Normalfall sollte sich die Borussia für die deftige Pleite rehabilitieren und einen klaren Sieg gegen den SCP herausschießen können.

Denn die Gäste haben erst vier Punkte in elf Spielen bei einem Torverhältnis von 11:26 geholt. Gegen die Schießbude der Liga sollte selbst ein Dortmund-typischer Chancenwucher nicht großartig ins Gewicht fallen.

Der BVB ist Paderborn nämlich in allen Belangen klar überlegen. Zudem ist mit Paco Alcacer endlich auch wieder der einzige gelernte Mittelstürmer wieder fit. Auch Kapitän Marco Reus wird zurück in der Startaufstellung erwartet.

Doch für einen Erfolg muss Dortmund auch kämpferisch zulegen und nicht nur in dieser Hinsicht wieder an die zweite Halbzeit gegen Inter Mailand (3:2) anknüpfen.

Borussia Dortmund muss die Zweikämpfe besser annehmen

Mats Hummels fordert ein besseres Zweikampfverhalten des BVB.
Mats Hummels fordert ein besseres Zweikampfverhalten des BVB.  © dpa/Guido Kirchner

So sagte auch Mats Hummels im Interview bei "bundesliga.de": "Dass man sich, wenn es nicht läuft, mit allem dagegen stemmt, was man hat. Das ist das Erste. In Zweikämpfen mehr dagegenzuhalten, ist das Zweite. Das ist etwas, was bei den Top-Clubs der Fall ist", so der Dortmunder Abwehrchef.

Der Weltmeister von 2014 führte weiter aus: "Wenn diese Teams gegeneinander spielen, wird zwar nicht getreten, aber es geht richtig zur Sache in den Zweikämpfen. Wenn man dann vier, fünf Spieler hat, die in diesen Zweikämpfen zurückziehen und sie nicht annehmen, geht man unter."

So wie in München. Mit Paderborn wartet nun natürlich ein ganz anderer, vermutlich sogar dankbarer Gegner auf die Hausherren, der sich nicht hinten reinstellen kann und wird.

Der SCP dürfte wie in bisher allen Spielen versuchen, mitzuspielen. Solche Gegner haben Dortmund in den letzten Jahren immer in die Karten gespielt, weil den schnellen Flügelspielern größere Räume geboten werden und der BVB dann auch im eigenen Stadion kontern kann.

Klappt dies, muss der SCP gehörig aufpassen, nicht unterzugehen. Denn wenn Dortmund ins Rollen kommt, fehlen dem Aufsteiger schlichtweg die Mittel, um die Mannschaft von Trainer Lucien Favre zu stoppen.

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