BVB-Boss Watzke rief bei Klopp an: "Jürgen, du musst zurückkommen"

Dortmund - Jürgen Klopp bescherte dem Dortmunder Borsigplatz einst eine Meisterschafts- und eine Double-Feier und erbaute sich somit ein schwarz-gelbes Denkmal. Einer, der ihn nach wie vor gerne bei sich hätte, ist BVB-Boss Hans-Joachim Watzke - wie jetzt herauskommt, soll dieser sogar an einer spektakulären Rückholaktion von Kloppo gearbeitet haben!

Meister! Jürgen Klopp 2012 mit seiner zweiten Schale in Folge.
Meister! Jürgen Klopp 2012 mit seiner zweiten Schale in Folge.  © Marius Becker dpa/lnw

Er prägte die erfolgreichste BVB-Ära der jüngeren Vergangenheit, hiefte Borussia Dortmund gemeinsam mit "Aki" Watzke und Michael Zorc (57) vom finanziell nahe am Abgrund stehenden und sportlich strauchelnden Bundesliga-Klub, zurück an die Spitze der Liga - und zu einer ernst zu nehmenden Adresse im europäischen Spitzenfußball.

Jürgen Klopp gilt trotz seiner noch jungen 52 Jahre als lebende Legende in Dortmund. Der amtierende Trainer des Jahres hat in seiner nun mittlerweile fast 19-jährigen Trainerlaufbahn mehrfach bewiesen, was für ein großartiger Coach er ist.

Ob in Mainz, Dortmund oder Liverpool: Überall, wo der gebürtige Stuttgarter tätig war, hinterließ er bleibenden Eindruck.

Von 2008 bis 2015 trainierte der ehemalige Verteidiger die Borussia aus Dortmund. Seither gab es beim BVB schon eine Reihe andere Trainer.

Egal ob Tuchel, Bosz, Stöger oder Favre - die große Liebe bleibt Jürgen Klopp

Trotz anderer Farben - die "echte Liebe" zwischen Watzke und Klopp ist bis heute nicht versiegt.
Trotz anderer Farben - die "echte Liebe" zwischen Watzke und Klopp ist bis heute nicht versiegt.  © Federico Gambarini/dpa

Ob es mit Thomas Tuchel (46) trotz sportlich großartiger Arbeit menschlich nicht passte, oder dem jetzigen Leverkusen-Trainer Peter Bosz (55), der nach kometenhaftem Start noch im Dezember 2017, nach letztlich 24 Spielen, noch vor seiner ersten Winterpause seinen Hut nehmen musste. Egal, wen man auf die Trainerbank holte, das "Kloppsche Gesamtpaket" gab es seither nicht mehr wirklich im Signal-Iduna-Park.

Nun steht Lucien Favre am Spielfeldrand der Borussia. Der 61-jährige Schweizer ist ein eigener und spezieller Charakter, wenngleich er fachlich nicht zu Unrecht als einer der größten Taktiker und Perfektionisten gilt. Doch wäre es nach BVB-Boss Hans-Joachim Watzke gegangen, hätte man wohl lieber einen anderen Trainer bei der Borussia begrüßt: Ex-Trainer Jürgen Klopp!

Im Mai 2018 schellte beim Liverpool-Trainer nach eigener Aussage das Telefon: "Jürgen, du musst zurückkommen", soll Watzke am anderen Ende der Leitung gesagt haben.

"Ich habe gelacht. Ich dachte, er macht einen Scherz", so Klopp. "Bist du doof, hast du getrunken? Wie kommst du denn auf die Idee? Ich habe doch noch ein paar Jahre Vertrag in Liverpool.", soll Kloppo gesagt haben. Wie die "Bild" berichtet, war Watzke nach Tuchel, Bosz und Interimslösung Peter Stöger (53) drauf und dran, Jürgen Klopp ein ernsthaftes Angebot bezüglich einer Rückkehr zu machen.

"Ich weiß nicht, wie ernst das in dem Moment von ihm gemeint war, aber da habe ich schon gemerkt, dass er sich von mir eine größere Bereitschaft gewünscht hätte, darauf einzugehen", so Klopp weiter.

Watzke hätte es sich "nie verziehen nicht wenigstens gefragt zu haben"

Ob Lucien Favre die Worte seines Bosses so besonders gut schmecken?
Ob Lucien Favre die Worte seines Bosses so besonders gut schmecken?  © Patrick Seeger/dpa

Watzke selbst sagt zu seinem Anruf, dass er "wusste, dass Jürgen absagen würde, dass er seinen Vertrag in Liverpool erfüllen wird." Doch er wollte es wenigstens probiert haben: "Wenn man neue Wege gehen will - und wir mussten an diesem Punkt einen neuen Weg beim BVB einschlagen, dann musste ich Jürgen wenigstens fragen. Ich hätte mir nicht verziehen, ihn in diesem Moment nicht wenigstens gefragt zu haben", begründet der 60-Jährige seinen Versuch.

Nach der "Absage" Klopps wurde bekanntermaßen Lucien Favre Trainer der Borussia.

Klopp selbst spricht davon, dass er dem Verein immer helfen würde, sollte er wirklich "in Not" sein. Jedoch grundsätzlich möchte er "immer etwas Neues" machen und die alte Liebe nicht um jeden Preis wieder aufwärmen.

Watzke hingegen untermauerte, dass ihm damals bereits klar war, dass man einen Trainer wie Klopp "nie mehr wieder bekommen" würde.

"Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn wir die ganze Mannschaft ausgetauscht hätten - und nicht den Trainer", so sein Fazit im Nachhinein.

Insbesondere seit der Rückrunde der vergangenen Saison steht indes auch Lucien Favre immer mal wieder in der Kritik. Ob solche Aussagen dann für den sportlich aktuell etwas strauchelnden BVB förderlich sind, darf zumindest angezweifelt werden.

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