Schon wieder Warnstreik? BVG-Busse sollen stehen bleiben

Berlin - Die Gewerkschaft Verdi hat für kommenden Donnerstag (14. März) Busfahrer der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zu einem Warnstreik aufgerufen.

"Wir sind die BVG" steht bei einer Kundgebung zum Streik von Arbeitnehmer der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und ihrer Tochtergesellschaft Berlin Transport vor der BVG Zentrale auf einem Plakat.
"Wir sind die BVG" steht bei einer Kundgebung zum Streik von Arbeitnehmer der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und ihrer Tochtergesellschaft Berlin Transport vor der BVG Zentrale auf einem Plakat.

Im laufenden Tarifkonflikt sollen Busfahrer und Beschäftigte zugehöriger Werkstätten ab Betriebsbeginn (etwa 03.30 Uhr) bis 22.00 Uhr die Arbeit niederlegen, wie ein Verdi-Sprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der U-Bahn- und der Tramverkehr seien hingegen nicht betroffen.

Bereits Mitte Februar hatte es einen großen Warnstreik in der Hauptstadt gegeben - neben Bussen blieben auch viele U-Bahnen und Straßenbahnen stehen. Damals waren alle BVG-Beschäftigte zum Warnstreik aufgerufen (TAG24 berichtete).

Die BVG reagierte auf die zweite Warnstreik-Ankündigung mit "großem Unverständnis", wie es von einer Sprecherin hieß. Tarifverhandlungen sollten in erster Linie am Verhandlungstisch stattfinden. Ein Warnstreik sei ein letztes Mittel, aber nicht das erste.

Verdi will für die rund 14.000 Beschäftigten der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport unter anderem eine 36,5-Stunden-Arbeitswoche bei vollem Lohnausgleich durchsetzen. Heute muss knapp die Hälfte der Beschäftigten des Landesunternehmens 39 Stunden ran - das sind alle Kollegen, die seit 2005 eingestellt wurden.

Eine BVG-Sprecherin sagte zu dieser Forderung: «Da man dann nur zur Aufrechthaltung des derzeitigen Verkehrsangebots quasi über Nacht mehr als 500 neue Mitarbeiter einstellen müsste, ist dies nicht verhandelbar.» Das werde abgelehnt.

Die BVG ist das größte kommunale Verkehrsunternehmen Deutschlands und mit mehr als 2,9 Millionen Kundenfahrten pro Tag das Rückgrat des Berliner Nahverkehrs. Die S-Bahn in Berlin gehört dagegen nicht zur BVG, sondern zur Deutschen Bahn.

Fahrgäste steigen aus einer U-Bahn der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Alexanderplatz aus.
Fahrgäste steigen aus einer U-Bahn der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Alexanderplatz aus.  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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