Mädchen wird in die Notaufnahme gebracht: Ärzte wissen nicht, was ihr fehlt, bis die Eltern etwas verraten

Bydgoszcz - Es müssen schreckliche Stunden für die Eltern eines dreizehnjährigen Mädchens aus dem polnischen Bydgoszcz gewesen sein, als sie ihre leidende Tochter in die Notaufnahme eines Krankenhauses bringen mussten.

Die Ärzte rätselten lange, was für die furchtbaren Symptome verantwortlich war. (Symbolbild)
Die Ärzte rätselten lange, was für die furchtbaren Symptome verantwortlich war. (Symbolbild)  © 123RF

Das Kind befand sich in einem kritischen Zustand, die Ärzte reagierten sofort. Mit gerade einmal 50 Schlägen pro Minute hatte sie einen schwachen Puls, ihre Blutwerte stimmten zudem nicht. Vor ihrer Ankunft soll die 13-Jährige ständig gebrochen haben, zudem klagte sie lange über Kopfschmerzen.

Als das Kind schließlich verkrampft und kurz darauf das Bewusstsein verliert, muss sich in den Köpfen der ratlosen Eltern Schreckliches abgespielt haben. Genau so wenig wie die Mediziner wussten sie nicht, warum es ihrem Kind plötzlich so schlecht geht.

Die Ärzte verabreichen dem Mädchen Beruhigungsmittel. Durch Geräte wird sie inzwischen künstlich beatmet. Nach einem langen Kampf stabilisiert sich der Zustand der 13-Jährigen endlich, sie ist nicht länger in einem kritischen Zustand.

Doch die Fragen der Mediziner bleiben lange Zeit ungelöst: Warum befindet sich so wenig Natrium im Blut des Mädchens? Was verursacht die teilweise heftigen Symptome?

Die Mediziner vermuten zunächst, dass bakterielle Erreger verantwortlich sind und verabreichen dem Kind zahlreiche Tabletten. Kochsalzinfusionen sollten ihre Blutwerte wieder in den Normalbereich versetzen.

Als die Patientin schließlich Medikamente einnimmt, die die Ausscheidung von Wasser über den Urin fördern, geht es ihr zusehends besser. Doch der Auslöser alles Übels offenbarte sich erst, als die Eltern in einem Ärztegespräch wichtige Informationen preisgaben.

13-Jährige wollte schnell zunehmen, um weiterhin an Ballettstunden teilzunehmen

Wie das Fachjournal "Eating and Weight Disorders" berichtet, machte sich das Paar Sorgen darüber, dass ihre Tochter so wenig wog. Das 1,70 Meter große Mädchen brachte gerade einmal 45 Kilogramm auf die Waage. Deswegen sagten sie ihr, dass sie nur weiterhin zu ihren Ballettstunden gehen dürfte, wenn sie mindestens 50 Kilogramm auf die Waage brachte.

In ihrer Not griff die 13-Jährige zu einer gefährlichen Lösung. Kurz vor den Wiegeterminen trank sie literweise Mineralwasser, um ihr Gewicht in die Höhe zu treiben. Am Tag vor ihrer Einlieferung soll sie innerhalb kürzester Zeit vier Liter getrunken haben.

Die Symptome kamen daraufhin von einer sogenannten Wasservergiftung. Durch die ungesunde Aufnahme kommt der Natriumspiegel im Blut durcheinander. Übelkeit und Erbrechen sind die Folge, im schlimmsten Falle kann es sogar zum Tod führen.

Um mindestens 50 Kilogramm auf die Waage zu bringen, trank das Mädchen innerhalb kürzester Zeit mehrere Liter Mineralwasser. (Symbolbild)
Um mindestens 50 Kilogramm auf die Waage zu bringen, trank das Mädchen innerhalb kürzester Zeit mehrere Liter Mineralwasser. (Symbolbild)  © 123RF

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