Frau täuscht Krebs vor, um Luxushochzeit zu finanzieren

Caerphilly - In Großbritannien hat eine Frau behauptet, bald an Krebs zu sterben. Ihr letzter Wunsch: eine Traumhochzeit. Von einer Wohltätigkeitsorganisation, die Hochzeiten für unheilbar kranke Menschen finanziert, ergaunerte sie mit dieser dreisten Lüge 15.000 Pfund (etwa 16.900 Euro).

Carla Louise Evans wandert demnächst wegen Betruges in den Knast.
Carla Louise Evans wandert demnächst wegen Betruges in den Knast.  © Screenshot Twitter/Daily Mirror

Carla Louise Evans (29) aus dem britischen Caerphilly musste am Ende nur 500 Pfund (rund 562 Euro) aus der eigenen Tasche für ihre Hochzeit bezahlen. Die Organisation "Wishing For A Wedding" bezahlte die restlichen 15.000 Pfund für ihren großen Tag.

Das Einzige, was Evans dazu brauchte, war eine ärztliche Bescheinigung ihrer angeblichen Blasenkrebs-Erkrankung und des Leberversagens.

Kein Problem für die vermeintliche Patientin, die auch vor kriminellen Energien nicht zurückschreckte! Evans stellte sich im vergangenen November die Bestätigung nämlich selbst aus und fälschte die Unterschrift einer Urologin. Den Beleg überreichte sie dann der Oragnisation, berichtet "Daily Mail".

Doch bekanntlich haben Lügen kurze Beine. Und Evans hatte eine wichtige Sache nicht beachtet: Die in Manchester ansässige Wohltätigkeitsorganisation, die jährlich fünf bis zehn Hochzeiten für Paare, die an einer unheilbaren Krankheit leiden, finanziert, führt regelmäßig Routinekontrollen durch.

Eine Anfrage beim Royal Gwent Hospital in Newport, in dem sie angeblich behandelt wurde, ergab, dass die zweifache Mutter keine Krebspatientin war!

Die Hochzeits-Organisatoren riefen daraufhin die Polizei, die kriminelle Braut wurde verhaftet und muss sich derzeit vor Gericht verantworten.

Die Charity-Organisation spendierte der betrügerischen Braut fast 17.000 Euro für ihre Hochzeit. (Symbolbild)
Die Charity-Organisation spendierte der betrügerischen Braut fast 17.000 Euro für ihre Hochzeit. (Symbolbild)  © 123rf.com/Natalia Deriabina

Staatsanwalt Andrew Gwynne sagte: "Evans hat sich an die Wohltätigkeitsorganisation gewandt und behauptet, sie habe Krebs und Leberversagen. Tatsächlich hatte sie keine dieser beiden Erkrankungen. Sie fälschte auf dem Antragsformular der Wohltätigkeitsorganisation die Unterschrift des beratenden Urologen, Dr. Adam Carter, woraufhin zugestimmt wurde, 15.000 Pfund für die Hochzeit zu zahlen." Alles, was sie beitragen musste, war ein Eigenanteil von 500 Pfund.

Die aufgeflogene Betrügerin gestand schnell, dass sie unwahre Angaben gemacht hatte und sogar eine Unterschrift fälschte. Weil der zuständige Richter den Betrug als "zu schwerwiegend" einschätzt, droht Evans nun zwischen sechs Monaten und drei Jahren Knast!

Weil die Frau nicht vorbestraft ist, wurde sie bis zur Verkündung des Strafmaßes gegen Kaution vorläufig freigelassen.

Rachael Kirkwood, die Gründerin der Wohltätigkeitsorganisation, sagte nach dem Prozess: "Diese Frau sandte ihren Antrag ein und sagte, sie habe eine unheilbare Krankheit. Wir überprüfen immer den Gesundheitszustand und ob ein Mensch bald sterben wird. Bei der Überprüfung ihrer Bewerbung stellte sich heraus, dass sie gelogen hat."

Titelfoto: 123rf.com/Natalia Deriabina, Screenshot Twitter/Da


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