Dumm gelaufen! Den Kanadiern geht das Gras aus

Quebec/Kanada - Stell Dir vor, Du darfst kiffen, aber kannst nicht... So geht es derzeit so manchem Kanadier.

Seit vergangenem Mittwoch ist der Verkauf von Cannabis in Kanada offiziell erlaubt.
Seit vergangenem Mittwoch ist der Verkauf von Cannabis in Kanada offiziell erlaubt.  © DPA

Seit vergangener Woche ist der Verkauf von Cannabis in Kanada offiziell erlaubt, kiffen also legal. Die Nachfrage ist enorm! Kanada ist übrigens nach Uruguay das zweite Land weltweit, das den Anbau und Verkauf von Cannabis unter staatlicher Aufsicht erlaubt.

Schon nach wenigen Stunden sorgte die Legalisierung der "Droge Hanf" für leere Regale – sowohl in den "echten" Läden als auch in Online-Portalen. Die Begeisterung der Kunden für das berauschende Grün sorgt offenbar für Engpässe. Die Ware wird immer knapper!

Cannabis-Fans saßen tagelang in Startlöchern und orderten, was das Zeug hergab! Stichtag war Mittwoch, der 17. Oktober. Sowohl der Verkauf für den privaten Gebrauch, der Anbau und das Konsumieren ist seitdem in Kanada legal, zumindest wenn Du 18 bist (bin mancher Provinz auch erst ab 19). 30 Gramm darfst Du in autorisierten Geschäften oder online bestellen.

Laut >> "Montreal Gazette" (MG) gab es einen unermüdlichen Andrang am Tag nach der Drogen-Freigabe. Unendlich lange Schlangen vor den Geschäften, die Cannabis im Angebot haben... Und so sind die Marihuana-Vorräte bereits drastisch verkleinert!

Cannabis-Lieferschwierigkeiten in Kanada

Laut Berichten der MG gaben Quebecs Einwohner am ersten Tag über 42.500 Bestellungen auf. Aufgrund der Zeitverschiebung gab's in der Provinz Neufundland das Cannabis zuerst: Dort berichteten die ersten Läden von einem zeitweisen Ausverkauf der Rauch-Zutat. In einem Onlineshop in der Provinz Manitoba meldete man bereits um 4 Uhr nachts, dass es keine Ware mehr gebe.

Die große Nachfrage lässt die Lager schmelzen... Eine schnelle Versorgung der Kunden ist tatsächlich erschwert. Händler aus einigen Provinzen bekommen weniger Marihuana von den Produzenten als ursprünglich geordert. So mancher Verkäufer vermutet, dass die Lieferschwierigkeiten noch über Monate anhalten könnten.

In Deutschland gelten Cannabis-Produkte als illegale Suchtmittel. Besitz, Anbau und Handel sind verboten. Eine Ausnahme bildet das medizinische Marihuana, das bei uns seit 2017 verschrieben werden kann. Es kann bei diversen Krankheiten Linderung verschaffen (TAG24 berichtete).

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