Hat ein Jäger den Gift-Tod von mehreren Greifvögeln auf dem Gewissen?

Cappeln - Der Naturschutzbund (NABU) stand vor einem echten Rätsel. In der vergangenen Woche wurden im Landkreis Cloppenburg neun tote Greifvögel entdeckt. Deshalb wurde die Polizei eingeschaltet.

Der Nabu-Kreisvorsitzende Ludger Frye posiert mit einem toten Vogel.
Der Nabu-Kreisvorsitzende Ludger Frye posiert mit einem toten Vogel.  © NABU/ Ludger Frye

Bei der Untersuchung des Falls stellte sich heraus, dass die Vögel vergiftet wurden. Durch das grausame Umweltverbrechen sah sich der NABU zudem zu drastischen Maßnahmen gezwungen.

"Bis zur Aufklärung des Falles fordert der NABU weiterhin die einstweilige Einziehung der Jagdscheine von allen im Revier tätigen Jägern", hieß es damals in einer Pressemitteilung der Tierschutz-Organisation.

Bei den toten Tieren handelte es sich um sieben Mäusebussarde, zwei Habichte sowie einzelne Rabenvögel. Nun hegen die Ermittler den Verdacht, dass es sich beim Verantwortlichen tatsächlich um einen Jäger handelt.

"Wir haben flüssige Substanzen, die nach Gift aussahen" entdeckt, teilte die Polizei mit. Laut NDR wird nun geprüft, ob dieses Gift für die ausgelegten Köder verwendet wurde. Die Köder sollen blau eingefärbte Haustauben, Fasanen-, Enten- und Hasen-Kadaver gewesen sein.

Bestätigt sich der Verdacht, erwartet den Verdächtigen eine empfindliche Strafe.

Mehrere Greifvögel kamen durch Gift ums Leben.
Mehrere Greifvögel kamen durch Gift ums Leben.  © NABU / Ludger Frye

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0