Verschwindet Car-Sharing bald aus unseren Städten?

Ersetzen bald Roboter-Taxis und Autobahn-Piloten die kleinen Smart-Flitzer und Oben ohne-BMWs?
Ersetzen bald Roboter-Taxis und Autobahn-Piloten die kleinen Smart-Flitzer und Oben ohne-BMWs?  © dpa/Bernd von Jutrczenka

Berlin - Car2Go, DriveNow & Co - sie alle gehören zum populären Car-Sharing-Angebot in den Großstädten. In Berlin, Hamburg oder München sind sie eine willkommene Alternative zu Taxi oder ÖPNV. Doch nach Einschätzung eines Mobilitäts-Experten von Daimler, wird in 10 bis 15 Jahren damit Schluss sein.

Die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen sei sehr "zeitgeistig", sagte Alexander Mankowsky, Futurist bei Daimler Research & Development, am Montag auf der Internet-Konferenz re:publica in Berlin. Niemand wolle auf Dauer sein Gepäck für den täglichen Gebrauch stets aus dem Auto räumen und für die nächste Fahrt wieder mitnehmen.

Neben dem Individualverkehr sei dagegen vorstellbar, dass künftig Fahrzeuge für spezielle Zwecke unterwegs sein werden, zum Beispiel als mobile Büroräume oder als flexible Komponenten etwa für die Fabrikation von Kleidung.

Auf der re:publica spricht Mankowsky über aktuelle Konzepte und Herausforderungen bei der Gestaltung der Interaktion zwischen automatisierten Fahrzeugen und den Menschen. Die Auto-Hersteller müssten Wege finden, den Menschen verständlich zu machen, wie sich ein autonomes Fahrzeug in einer Situation verhält.

"Mobilität funktioniert auf einem vorbewussten Level", sagte Mankowsky. "Wir rechnen uns nicht vorher aus, wie sich etwas verhalten wird, das passiert von allein - durch Empathie."

Nach Einschätzung von Mankowsky werden sich autonome Autos aber erst nach und nach verbreiten. In Städten würden sich erst einmal automatisierte Kleinbusse etablieren. "Automatisierte Fahrzeuge sind ja auch noch relativ teuer."

So könnte die Innenausstattung eines autonomen Fahrzeugs aussehen: viel Platz, etwas Grün und gemütliche Bücherecke.
So könnte die Innenausstattung eines autonomen Fahrzeugs aussehen: viel Platz, etwas Grün und gemütliche Bücherecke.  © dpa/Andrej Sokolow

Titelfoto: dpa/Bernd von Jutrczenka


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